28.06.2018 - 16:11 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Muntermacher und Immitate

Sie sind Ansporn für Wissenschaftler von morgen: die Dr-Hans-Riegel-Fachpreise für herausragende Schülerarbeiten. Von Preisen in Höhe von 400 und 200 Euro profitieren nun auch zwei Oberviechtacher Schüler.

Auch Kultusminister Bernd Sibler (Zweiter von rechts) gratulierte den Preisträgern, darunter die Oberviechtacher Gymnasiasten Theresa Bayer (Fünfte von rechts) und, Christopher Pfeil (Dritter von rechts).

(lg) Die Universität Regensburg hat die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülern verliehen. In Kooperation mit der Dr.-Hans Riegel-Stiftung wurden in den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Physik die besten 12 von über 100 Einsendungen ausgezeichnet. Im Fach Chemie gingen gleich zwei Preise ans Ortenburg-Gymnasium nach Oberviechtach.

Neben den rund 5000 Euro Preisgeldern ermöglichen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise den Zugang zu nachhaltigen Förderangeboten in Form von kostenlosen Seminaren und Konferenzen. Eine Jury aus Wissenschaftlern der Universität Regensburg bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei eine gut herausgearbeitete Fragestellung, Kreativität bei Lösungsansätzen sowie ein deutlich erkennbarer praktischer Eigenanteil (beispielsweise in Form von Experimenten) besonders wichtig waren. So beschäftigte sich eine ausgewählte Arbeit etwa mit ketogener Ernährung als Therapiestrategie bei Multipler Sklerose, eine weitere mit physikalischen Grundlagen von Quadrokoptern und deren maximaler Flugreichweite.

Überreicht wurden die Fachpreise von Prof. Dr. Nikolaus Korber und Karl-Heinz Schupp. Korber, Vizepräsident für Studium, Lehre und Weiterbildung der Universität Regensburg, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: "An der Universität freuen wir uns jedes Jahr wieder auf die eingesandten Arbeiten. Es sind richtige Schmuckstücke dabei, die vom ausdauernden und kreativen Engagement der Schülerinnen und Schüler zeugen, die sich für ihr Thema begeistert haben."

Karl-Heinz Schupp, Beiratsmitglied der Stiftung ergänzte: "Mit den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreisen finden und fördern wir die MINT-Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt." Die Stiftung begleite mit diesem Wettbewerb junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Kultusminister Bernd Sibler, der Schirmherr des Wettbewerbs für Bayern ist, hob hervor: "Unsere Gymnasien bzw. Fachober- und Berufsoberschulen bereiten unsere Schülerinnen und Schüler umfassend und fundiert auf ein Hochschulstudium vor. Die Förderung in den MINT-Fächern hat dabei einen großen Stellenwert. Mit Akribie und Ausdauer haben sich unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend der Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Thema angenommen. Die Auszeichnung mit einem der Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise ist ein Beleg für das hohe Niveau ihrer Seminararbeiten und eine Anerkennung dieser bemerkenswerten Leistung."

Die Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise sind in jedem Fach mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz dotiert. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung für die Betreuung der Schülerarbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer. Preise gab es in den Fächern Biologie, Chemie und Mathematik. Die Schüler des Ortenburg-Gymnasiums punkteten im Fach Chemie. Theresa Bayer hatte als Thema "Lebensmittelimitate - ist ihr schlechter Ruf gerechtfertigt?" gewählt und schaffte einen zweiten Platz. Christopher Pfeil hatte das Thema "Macht müde Menschen munter - Coffein in Kaffee, Tee und Co" untersucht.. Bei der Übergabe der Preise waren auch die betreuenden Lehrkräfte Gabriel Heine und Stefanie Meier sowie Schulleiter Ludwig Pfeiffer dabei.



Uni-Präsident Prof. Dr. Udo Hebel (von links) und Kultusminister Bernd Sibler nahmen die Preisverleihung an Christopher Pfeil und Theresa Bayer vor. Mit auf dem Bild ist eine weitere Preisträgerin und Karl-Heinz Schupp von der Dr.-Hans Riegel-Stiftung.

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