Die Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises Oberviechtach, die erste reguläre seit der Corona-Pandemie, war geprägt von Rechenschaftsberichten, aber auch von kritischen Anmerkungen.
Nach einem Gedenken an Michael Mayer, der die Vereinsarbeit sehr bereichert hatte, spannte Vorsitzender Ludwig Schießl den Bogen von der Eröffnung der Ausstellung "Als noch die Dampflok schnaufte" über die Ausstellung "Heimat aus dem Blickwinkel des Malers Karl-Ernst Florczak" bis hin zu seinen eigenen Aktivitäten, unter anderem der Weiterarbeit am "Oberviechtacher Wörterbuch".
Zweiter Vorsitzender Siegfried Bräuer, der zusammen mit Ludwig Schießl das Museumsleitungs-Tandem bildet, hob besonders die zuverlässige Mannschaft der Museumsführer hervor. Beim Thema "Museumspädagogik" sprach er die Konzentration auf bestimmte Zielgruppen an; im Moment liege der Schwerpunkt auf der Grundschule mit einem verstärkten Angebot von sieben Lernmodulen und auf dem Gymnasium mit einer inhaltlichen Spezifizierung. In Bezug auf die Verteilung der Aufgaben im Museum habe ein Meinungsbildungsprozess mit dem Ergebnis stattgefunden, dass deren Fülle und Komplexität ehrenamtlich nicht mehr bewältigt werden könnten. Deshalb habe der Museumsverein an den Stadtrat einen Antrag auf Bewilligung einer Halbtagskraft gerichtet. Bezüglich der Neueinrichtung des Depots berichtete Bräuer von einer Zusammenkunft von Vertretern der Stadt und des Museumsvereins mit Alice Anna Klaassen, einer Mitarbeiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.
Der Vorsitzende nahm diesen Tagesordnungspunkt zum Anlass, zu einer Würdigung von Kreisheimatpfleger und Ehrenbürger Ludwig Berger überzuleiten, der sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Vereinsgeschehen zurückgezogen hat. Ludwig Schießl nannte Berger "ein Symbol des nimmermüden jahrzehntelangen Engagements im Dienst der Heimat". Für unzählige Projekte sei er Ideengeber und Motor gewesen. Zweiter Bürgermeister Egbert Völkl würdigte die Aktivitäten, die der Heimatkundliche Arbeitskreis trotz der Pandemie durchgeführt habe, und hob die Tatsache hervor, dass der Verein in einer dynamischen Zeit Bewährtes erhalte. Völkl regte eine Ausstellung zu den Aktivitäten des Arbeitskreises zur Schärfung eines entsprechenden Bewusstseins in der Öffentlichkeit an.
Im Anschluss wurde die mangelnde Akzentuierung des Prädikats "Stadt des Doktor Eisenbarth" für Oberviechtach zugunsten des Attributs "Goldstück Bayerns" sowie die Gestaltung des Christkindlmarktes mit "Christmas Party" angesprochen. In seinem Ausblick erwähnte Vorsitzender Ludwig Schießl noch die Weiterarbeit am "Oberviechtacher Wörterbuch" und die Fertigstellung des Buchs über das Dialektprojekt von Maria Schießl.










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