19.03.2019 - 09:28 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Nächstenliebe steht bei Jesus ganz oben

Unter dem Motto „Kommt alles ist bereit!“ versammeln sich zahlreiche Frauen beider Konfessionen zum ökumenischen Weltgebetstag im Pfarrheim. Aus dem Partnerland Slowenien rücken Frauenschicksale ins Blickfeld.

Frauen beider Konfessionen waren eingeladen, an einem Tisch zu sitzen und ihre Geschichten zu erzählen. Sie teilten die Gaben, so wie es Jesus vorgelebt hat.
von Udo WeißProfil

Als einzigen Mann in der Runde hieß Angelika Vogl, Vorsitzende des Frauenbundes, Dekan Alfons Kaufmann als geistlichen Beirat willkommen. Partnerland für den Weltgebetstag, der am Weltfrauentag stattfand, war Slowenien. In Bildern wurde dieses kleine europäische Land, das als Urlaubsparadies gilt, von Renate Wild vorgestellt. Mit fruchtbaren Tiefebenen, sanften Hügeln mit Weinbergen, Wasserfällen und unterirdischem See ist es eine Perle in Gottes Schöpfung.

Während der abwechslungsreichen Andacht, die mit vielen Liedern gestaltet wurde, wurden Lebensgeschichten von Frauen aus Slowenien vorgestellt. Unter der Moderation von Alexandra Schmid erzählte Regina Sauter von einer Slowenin, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrem Land flüchten musste. Sandra Schlagenhaufer stellte die Geschichte einer jungen Frau vor, die studiert hat und viele Hürden überwinden musste, als sie ungewollt schwanger wurde. Sophia Scherbl berichtete von einer 80-jährigen Frau, die mit den Erträgen aus einer kleinen Landwirtschaft auch ihre arbeitslosen Kinder unterstützen muss. Das Schicksal einer jungen Frau, deren Mann als Alkoholiker gewalttätig wurde, schilderte Gerlinde Lohrer dar, Gabi Gilch berichtete von einer Roma-Frau und von unzumutbaren Lebensbedingungen für diese Bevölkerungsgruppe.

Nachdem Pfarrerin Ruth Schlinke das Gleichnis vom Festmahl vorgetragen hatte, verdeutlichten Renate Troppmann und Klara Früchtl als „Putzfrauen“ die Sichtweise Jesu: Nächstenliebe stehe bei ihm ganz oben. "Er sagte, nicht die Reichen kommen in den Himmel, sondern die Armen.“ Fürbitten, das Vaterunser und der durch Pfarrerin Ruth Schlinke beendeten die beeindruckende Andacht.

Anschließend waren die Frauen eingeladen, sich vom Büfett mit Kostproben aus Slowenien zu bedienen. Da gab es Bohnen-Sauerkraut-Eintopf, Gulaschsuppe, Kürbisaufstrich und gefüllte Hefekuchen. Es wurden auch die Solibrote der Misereor-Aktion verkauft, mit deren Erlös die Bekämpfung der Kinderarbeit in Indien unterstützt wird. Diese Solibrote werden auch am 30. und 31. März nach den Gottesdiensten angeboten.

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