31.01.2019 - 14:37 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neue Akzente beim Festspiel

Florian Waldherr ist seit dem ersten Doktor-Eisenbarth-Festspiel dabei. Auch heuer wird er bei der Inszenierung wieder zu sehen sein. In der Woche vor Pfingsten wartet das Festspiel bei sechs Aufführungen mit einigen Überraschungen auf.

Eine große Spielerschar startet mit der ersten Probe in eine neue Runde des Doktor-Eisenbarth-Festspiels, das am 1. Juni seine Premiere hat.
von Georg LangProfil

Florian Waldherr, promovierter Biotechnologe, füllte bereits als Schüler tragende Rollen im Ortenburg-Ensemble des Gymnasiums aus. Er verkörperte nach der Etablierung des Festspiels ab 2002 viele Jahre die Hauptfigur des Doktor Eisenbarth. Ebenso bravourös spielte er später den cholerischen Doktor Ußleber, der dem jungen Eisenbarth beim Examen ein Fettnäpfchen nach dem anderen zuschob.

Seit der Neuinszenierung der szenischen Wanderung füllt er die Rolle eines weltfremden Alchimisten hervorragend aus, der sich einer abstrusen Forschung verschrieben hat. Neben der Bühnenaktion bringt sich Florian Waldherr auch bei der Regie mit ein. Für ihn ist die jahrzehntelange Mitwirkung beim Festspiel zu einem prägenden Element in seinem Leben geworden.

Neue Figuren werden heuer die insgesamt sechs Aufführungen des Doktor-Eisenbarth-Festspiels bevölkern. Bei der ersten Probe gab Regisseur Michael Eckl nun den Ausbau der Eingangs- und der Schlussszene bekannt. Das Stück verlängert sich damit um 15 Minuten, wobei die Gesamthandlung aber mehr Geschlossenheit erfährt. In die Taufszene Eisenbarths vor der Stadtpfarrkirche werden verstärkt Kinder einbezogen, soviel sei schon verraten. Die Schlussszene, die von der Etablierung Eisenbarths als erfolgreicher Wanderarzt geprägt ist, bekommt durch einen Streit zwischen einem Gaukler und Martius (Eisenbarths Gehilfe) eine zusätzliche Dynamik.

Die Vorsitzende des Doktor-Eisenbarth-Festspielvereins, Bianca Reil, bei der auch die Fäden der Festspielleitung zusammenlaufen, begrüßte in den Fundus-Räumen eine große Spielerschar. Sie freute sich über deren Motivation und wünschte allen Beteiligten ein produktives Schaffen auf der Bühne und hinter den Kulissen. Einige Spieler von 2018 haben dem Ensemble Ade gesagt, dafür tauchten aber wieder neue Gesichter in der Festspielrunde auf. An der bewährten Wanderinszenierung, die an verschiedenen Schauplätzen der Altstadt spielt und dem Zuschauer ein unmittelbares Erleben des Geschehens ermöglicht, wird festgehalten. Eine große Abordnung der Festspielgemeinde wird demnächst bei Landrat Thomas Ebeling vorstellig werden, um ihm die Schirmherrschaft für die diesjährige Festspielsaison anzutragen.

Die Festspielwoche ist in diesem Jahr vom 1. bis 9. Juni terminiert, so dass auch das Pfingstwochenende in die Aufführungen einbezogen werden kann. Wie in der zurückliegenden Saison so legt die Festspielleitung auch heuer wieder großen Wert auf ein lebendiges Markttreiben mit vielen Akzenten. Neu ist zum Beispiel ein Wettbewerb, wer die kreativsten Cupcakes präsentiert. Natürlich gibt es hierbei auch Prämierungen der phantasievollsten Rezepte.

Ausgebaut wurde auch das Rahmenprogramm der Festspielwoche vor Pfingsten. Am Montag gibt die Band „OBT“ ein Konzert auf dem Marktplatz. Am Dienstag werden unter Anleitung von Anita Köstler im Museum Eisenbarth-Täschelchen aus Filz gefertigt. Unter dem Motto „Zwoa Achterl bitte“ laden die Freunde der Kunst am Mittwoch um 20 Uhr zum Gitarrenkonzert ins Pfarrheim. Eine Vorlesestunde für die Kleinen in der Stadtbücherei und eine geplante Lesung für die Erwachsenen runden das Festspiel-Begleitprogramm ab.

Florian Waldherr lässt sich als Alchimist Abramo auf die schwarze Magie ein und ist einer der Gegenspieler Eisenbarths.
Hintergrund:

Aufführungstermine 2019

Am Samstag, 1. Juni, um 20 Uhr ist nach dem Schirmherrnempfang die Premiere des diesjährigen Festspiels. Am Sonntag, 2. Juni, 16 Uhr wird zur zweiten Aufführung geladen. Zwei Vorstellungen sind am Pfingstsamstag, 8. Juni, anberaumt, nämlich um 15 Uhr und um 20 Uhr. Der letzte Spieltag ist der Pfingstsonntag, 9. Juni, mit Darbietungen um 15 Uhr und um 20 Uhr. Ein barockes Markttreiben begleitet die Vorstellungen, für die der Kartenvorverkauf im Rathaus und im "Reiseland" (Haus der Schwarz-Stiftung) bereits angelaufen ist.

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