12.04.2021 - 09:23 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neuer Baum vor der Bleichangerkapelle

Günther Flierl steht bei der neu gepflanzten Stadtlinde. Im Hintergrund ist am Frontgiebel, die vom Kunstmaler Schmitt aus Nabburg in Sgrafitto-Technik geschaffene Schutzmantel-Madonna erkennbar
von Josef NiederaltProfil

Die Bleichangerkapelle in Oberviechtach hat wieder ihren Baum. Viele Jahrzehnte lang prägte dort eine, inzwischen bis in Turmhöhe gewachsene mächtige Trauerweide die idyllische Umgebung am Rande des Wohngebietes Sandradl. Doch ein Sturm im Jahr 2019 hatte den morsch gewordenen Baum derart geschädigt, dass er entfernt werden musste. Nicht nur die Anwohner dieses Wohngebiets „trauern“ der Weide immer noch nach.

Nun ziert den Platz beim Aufgang zur Kapelle eine respektable Ersatzbepflanzung. Nach Beratung mit Heidi Schmid vom Kreisgartenamt wurde jetzt an fast gleicher Stelle eine zirka sechs Meter hohe Stadtlinde gepflanzt, die eine Höhe von bis zu 25 Meter erreichen kann.

Die Arbeiten, wie das Herausfräsen des alten Stumpfes mit einer Stubbenfräse und das Einpflanzen, wurden durch die Firma APF in Teunz erledigt; sie kümmert sich auch um die Anwachspflege. Die Kosten dieser auf kirchlichem Grundstück befindlichen Maßnahme, hat die Familie Marina und Günther Flierl übernommen.

Die "Kapelle zu Unserer Lieben Frau vom Bleichanger" stellt ein Kleinod der kirchlichen Gebäude im Oberviechtacher Raum dar und hat eine lange Geschichte. Die erstmalige Errichtung, in Form einer Feldkapelle, wird laut Recherchen von Pfarrer Konrad Schießl etwa um das Jahr 1700 vermutet.

Der jetzige Bau stammt aus dem vollständigen Neubau im Jahr 1954. In der Vergangenheit wurde die Kapelle vielseitig genutzt, unter anderem zu regelmäßigen Messen, Gottesdiensten anlässlich von Marienfesten, Mai- und Rosenkranzandachten, Flurumgängen, Hochzeiten oder Familiengottesdiensten.

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