25.06.2020 - 12:47 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtach will mit Marktsonntagen zurück zur Normalität

Die Lockerungen der Corona-Vorschriften machen es möglich: Am 5. Juli wird es in Oberviechtach einen Sommermarkt geben. Das Flanieren ist dabei ohne Maske erlaubt. Was aber aus dem Christkindlmarkt wird, steht noch in den Sternen.

Vor Corona war das Kundengespräch am Verkaufsstand ohne Mund-Nase-Bedeckung möglich. Bei der Neuauflage des Oberviechtacher Sommermarkts am 5. Juli heißt es nun "Maske aufsetzen". Nach den Lockerungen steigt die Stadtverwaltung wieder in ihre Marktsonntage ein.
von Christof FröhlichProfil

Nach und nach fährt das öffentliche Leben wieder hoch. Nachdem ab Mitte März so gut wie alle Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt wurden, sind nun wieder erste Silberstreifen am Horizont auszumachen. Die jüngsten Lockerungen der Corona-Vorschriften erlauben beispielsweise wieder Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl, unter anderem sind schon die ersten Vereinsversammlungen angekündigt. Die Stadt Oberviechtach hat sich nun dazu entschieden, nach Rücksprache mit dem Landratsamt Schwandorf, dass der Sommermarkt am Sonntag, 5. Juli, stattfindet.

Bei dieser ersten größeren Veranstaltung in der Region nach den Corona-Einschränkungen setzt die Stadtverwaltung als Veranstalter darauf, dass Besucher und Kunden eigenverantwortlich den nach wie vor gültigen Mindestabstand einhalten und – wenn sie an die Marktstände herantreten – ihre Mund-Nasen-Masken anlegen. Auch die Fachgeschäfte sind am Marktsonntag geöffnet. Mit der Neuauflage des verkaufsoffenen Sonntags wird ein kleiner Schritt zurück in die Normalität getan.

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"Die Lockerungen der Corona-Vorschriften erlauben einen Marktsonntag", erläutert Alexandra Schmid, im Oberviechtach Rathaus zuständig für die Organisation von Märkten und Veranstaltungen, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Allerdings muss diesmal – wie sonst bei den verkaufsoffenen Sonntagen üblich – auf zusätzliche Attraktionen verzichtet werden. Beispielsweise ist der Auftritt eines Gauklers, wie er im Vorjahr stattgefunden hat, diesmal nicht möglich – "es darf keinen Event-Charakter haben", wusste Schmid aus den Abstimmungsgesprächen mit dem Landratsamt.

Weil der Markt im Freien stattfindet, gibt es kein Besucherlimit. "Beim Flanieren muss auch niemand eine Maske tragen", erklärt Schmid, bei Verkaufsgesprächen oder einer Beratung am Stand ist die Bedeckung aber als Auflage vorgeschrieben. In den geöffneten Geschäften ist laut Schmid auf die jeweiligen Hygienekonzepte zu achten.

Wenn der Neustart funktioniert, sich die Marktbesucher an die Vorgaben halten, und es keinen weiteren Lockdown gibt, soll auch der Michaeli-Markt am 27. September stattfinden. "Wir hätten vor, mit den Märkten wieder ganz normal anzufangen", sagt Alexandra Schmid. Derzeit noch offen ist, ob der Oberviechtacher Christkindlmarkt, der laut städtischer Homepage für 5. Dezember geplant ist, stattfinden kann. "Der hat noch mehr Event-Charakter und geht eher in Richtung Großveranstaltung", verdeutlicht die Rathaus-Mitarbeiterin. Da heißt es für die Organisatoren nun, die weitere Entwicklung abzuwarten.

Beim Flanieren muss auch niemand eine Maske tragen.

Alexandra Schmid, im Rathaus Oberviechtach zuständig für die Organisation der Märkte

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