17.12.2018 - 11:20 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtacher Grenadiere schaffen den Sprung vom Marder zum Puma

45 Jahre lang war der "Marder" das Hauptwaffensystem des Panzergrenadierbataillons 122 in Oberviechtach. Im Frühjahr kam dann die Ablösung durch den "Puma". Der Kommandeur sieht die Umstellung auf den neuen Schützenpanzer als bewältigt an.

Meilenstein und Herausforderung zugleich im Jahr 2018: Der neue Panzer "Puma", hier bei seinem ersten Einsatz auf dem Truppenübungsplatz, erforderte eine umfangreiche Ausbildung für die Oberviechtacher Soldaten.
von Christof FröhlichProfil

Beim Jahresabschlussappell, zu dem die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 angetreten waren, ließ Oberstleutnant Christoph Huber ein "keineswegs normales Jahr" Revue passieren. Größte Herausforderung des Verbandes sei die Umstellung des Hauptwaffensystems gewesen: Nach 45 Jahren wurde der letzte Schuss aus der 20-Millimeter-Kanone des Schützenpanzers "Marder" abgegeben. Der erste Schuss aus der 30-Millimeter-Kanone des neuen Schützenpanzers "Puma" am 25. April auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr habe eine neue Ära eingeläutet.

Zahlreiche Gäste aus Patengemeinden und Traditionsvereinen hatten sich auf dem auf dem Appellplatz der Grenzlandkaserne versammelt, als Kommandeur Huber Bilanz über 2018 zog. Das erste Halbjahr sei von der Ausbildung und Umschulung auf die Waffensysteme des "Puma" geprägt gewesen. Bis zu fünf Monate wurden Richtschützen, Kraftfahrer und Panzer-Kommandanten über alle Dienstgradgruppen hinweg an der Panzertruppenschule in Munster geschult.

Im Video: Schießübung mit dem Schützenpanzer Puma

Ende Juni, Anfang Juli stand für den Verband ein Truppenübungsplatz-Aufenthalt in Grafenwöhr an. Bei der Übung "Frankendolch" bildeten Gefechtsplanung und -führung die Ausbildungsschwerpunkte. Die Soldaten des Bataillons hätten dabei ihre Erfahrungen aus dem Litauen-Einsatz 2017 eingebracht, berichtete Huber. Auf dem sportlichen Sektor trumpften die Oberviechtacher Soldaten beim Sommerbiathlon der Panzerbrigade 12 am Großen Arber auf: In der Mannschaftswertung holten sie den Gesamtsieg bei der prestigeträchtigen Militärpatrouille.

Einen weiteren Beweis des hohen Gefechts- und Ausbildungsstandards hätten die Soldaten bei einer weiteren Bataillonsübung im September geliefert. Dabei ging es um eine "Gefechtsübung im scharfen Schuss eines verstärkten Panzergrenadierzuges". Für das Führerkorps der Panzerbrigade 12 wurde eine Weiterbildung zum Thema „Kampf mit Sperren" abgehalten. Für das neue Jahr gilt es, so Oberstleutnant Huber in seinem Ausblick, in der Ausbildung der Soldaten weiter voranzukommen.

Oberviechtach

Kommandeur Christoph Huber nahm noch eine Reihe von Beförderungen, Ernennungen und Auszeichnungen vor. Unter anderem wurde Lars Pillar, der Kompaniefeldwebel ("Spieß") der Patenkompanie, vom Stabsfeldwebel zum Oberstabsfeldwebel, dem höchsten Dienstgrad in der Unteroffizierslaufbahn, ernannt. Weitere Soldaten erhielten Förmliche Anerkennungen wegen besonderer Leistungen, die Ehrenmedaille der Bundeswehr oder das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze, Silber oder Gold.

Auch das soziale Engagement der Soldaten rückte beim Jahreschlussappell in den Blickpunkt: Aus der Teilnahme der zweiten Kompanie am Oberviechtacher Christkindlmarkt überreichten Hauptmann Hauptmann Ingolf Strudinger und Kompaniefeldwebel Lars Pillar einen symbolischen Scheck über 450 Euro an die Franz-Jobst-Hilfe.

Lars Piller, "Spieß" der Patenkompanie der Stadt Oberviechtach (Mitte), erhielt durch Oberstleutnant Christoph Huber (links) und Hauptmann Ingolf Strudinger die Schulterklappen eines Oberstabsfeldwebels aufgesteckt.

Kompaniefeldwebel Lars Pillar und Hauptmann Ingolf Strudinger (von rechts) überreichten 450 Euro Spende an Oberstleutnant Christoph Huber, Vorsitzender der Franz-Jobst-Hilfe, aus der Teilnahme am Christkindlmarkt.

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