07.11.2021 - 10:08 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtacher M-Schüler in Industrie und Handwerk begehrt

Schüler der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule haben auf dem Ausbildungsmarkt gute Karten. Die Folge: Da einige Jugendliche bereits nach der neunten Klasse abgeworben wurden, ist nur noch eine zehnte Klasse zustande gekommen.

An der Oberviechtacher Doktor-Eisenbarth-Mittelschule (Bildmitte) werden Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden des Altlandkreises Oberviechtach und einige Gastschüler aus anderen Kommunen unterrichtet.
von Alois KöpplProfil

Jahresrechnungen, der Schulverbandshaushalt 2021 und ein Sachstandsbericht über den Schulalltag im Coronamodus von Schulleiter Werner Winderl waren die bestimmenden Themen bei der Sitzung des Schulverbandes Oberviechtach.

Aufgrund des schleichenden demografischen Wandels hat sich die Schullandschaft im Altlandkreis Oberviechtach in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Während noch einige Grundschulen in den Gebietskörperschaften bestehen, gibt es im gesamten Altlandkreis noch eine einzige Mittelschule. An der Oberviechtacher Doktor-Eisenbarth-Mittelschule werden Schüler aus den Gemeinden Gleiritsch, Niedermurach, Schönsee, Stadlern, Teunz, Weiding, Winklarn und einige Gastschüler aus anderen Kommunen unterrichtet.

2425 Euro Umlage pro Schüler

Die im Schulverband Oberviechtach zusammengeschlossenen Gemeinden tragen die Kosten für die Ausstattung der Räumlichkeiten, Abschreibung von Baumaßnahmen und die anfallenden Betriebskosten für das Gebäude. So beträgt die derzeitige Verwaltungsumlage pro Schüler 2425,69 Euro, die Investitionsumlage 25 Euro, wobei bei der Berechnung der Umlage 288 Schüler angesetzt wurden.

Der Oberviechtacher Bürgermeister und Vorsitzende des Schulverbandes Rudolf J. Teplitzky begrüßte im öffentlichen Teil der Sitzung den Mittelschulrektor Werner Winderl, der mit Informationen über das Schulleben in der Corona-Phase aufwartete. Gerade in dieser Zeit waren Schüler, Eltern, Erziehungsberechtigte und andere Familienmitglieder durch ständig wechselnde Vorgaben und Bestimmungen stark beansprucht. Winderl berichtete von vielen positiven Rückmeldungen der Eltern in der Zeit des Distanzunterrichts, da die Mittelschule schnell auf die neuen, durch Corona ausgelösten Probleme reagieren konnte.

Schulprofil "Inklusion"

„Das ist nicht zuletzt der hervorragenden technischen Ausstattung der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule zu verdanken“, so Winderl. Vor wenigen Monaten wurde durch Stefan Holler, dem IT-Fachmann der Stadt Oberviechtach, durch technische Maßnahmen die Internetleistung nochmals weiter verbessert. In insgesamt 15 Klassen, davon vier Ganztagesklassen, läuft derzeit der Schulbetrieb. Die Mittelschule Oberviechtach zeichnet sich als einzige Mittelschule des Landkreises Schwandorf durch das Schulprofil „Inklusion“ aus. Dadurch erhält die Schule zusätzlich 33 Lehrerwochenstunden zugewiesen. Aktuell besuchen rund 30 Schüler mit Inklusionsbedarf die Einrichtung auf dem Oberviechtacher Bildungshügel.

„Das Maskentragen, die Corona-Selbsttests, das regelmäßige Lüften und Quarantänemaßnahmen gehören zum Schulalltag“, so Rektor Winderl. Auch die Schüler des „Corona-Abschlussjahrganges“ 2020/21 fanden zum allergrößten Teil eine Ausbildungsstelle, auch wieder dank der Unterstützung von Berufsberater Bernhard Helmstreit von der Arbeitsagentur Schwandorf. Schulabgänger der Eisenbarthschule sind wegen ihrer Abschlüsse bei Ausbildungsbetrieben in Industrie und Handwerk begehrt. Wie der Schulleiter berichtet, hatte das heuer allerdings zur Folge, dass einige M-Schüler bereits nach der 9. Klasse abgeworben wurden. Durch den vorzeitigen Schülerschwund konnte nur noch eine 10. Klasse gebildet werden.

Schulverbandsvorsitzender Teplitzky informierte noch über eine Personalie. Seit 1. August hat Christian Schreiner die Stelle des Konrektors an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule übernommen. Verschiedene Jahresrechnungen und Rechnungsergebnisse aus den Verwaltungsjahren 2019/2020 erhielten die Zustimmung der Vertreter des Gremiums. Besonders zu erwähnen bleibt, dass die größten Ausgabepositionen im Vermögenshaushalt die Beschaffung zusätzlicher Luftreinigungsgeräte und der Erwerb von Lehrerdienstgeräten und Schülerleihgeräten darstellen. „Im Rahmen des Digitalpakts sind dazu Fördermittel zu erwarten, die im Vermögenshaushalt bereits als Einnahmen veranschlagt sind“, so Kämmerin Daniela Eder.

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„Das Maskentragen, die Corona-Selbsttests, das regelmäßige Lüften und Quarantänemaßnahmen gehören zum Schulalltag.“

Rektor Werner Winderl

Rektor Werner Winderl

 

 

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