15.07.2020 - 15:47 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtacher Stadtrat entscheidet über Museumshof und Kindergarten

Nachdem die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten am Stadtarchiv zu Ende gehen, kann auch der davor liegende Museumshof wieder hergestellt werden. Außerdem beginnt der Bau des Kindergartens.

Der Museumshof zwischen dem Museumsgebäude (rechts) und dem neuen Archivgebäude (hinten) soll wieder hergerichtet werden. Man will den früheren Graben zuschütten und als Grünfläche nutzen, so dass der Hof größer wird und auch für Feste genutzt werden kann.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Die Zusammenkunft des Stadtrats, es war seit der neuen Zusammensetzung bereits die dritte Sitzung, fand diesmal aus Coronaschutz-Gründen in der geräumigen Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule statt.

Während im Schulgebäude die ausscheidenden Schüler mit viel Gelächter ihren Abschlussgag vorbereiteten, ging es in der benachbarten Mensa deutlich ernster zu. Wichtigstes Thema der Sitzung war die Wiederherstellung des Museumshofs, der durch den Neubau des Stadtarchivs samt Museumsdepot als Baustelle dienen musste.

Pochwerk nur noch "trocken"

Das Architekturbüro Brückner und Brückner hat dazu einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet, den die Räte einstimmig billigten. Dazu gehört, dass das Pochwerk (eine zum Zerkleinern von Erzen dienende Maschine) künftig nur mehr "trocken" aufgestellt wird. So wird der frühere Graben für das Wasser unnötig und der Museumshof kann vergrößert werden.

Wie das Pochwerk früher funktioniert hat, das soll ein Touchscreen darstellen, der im Hof aufgestellt wird. In den Hof kommen noch Luft-Wärmepumpen, für deren Einhausung zunächst 26 000 Euro veranschlagt waren. Das sei zu teuer, hat die Verwaltung vor einer Woche den Architekten mitgegeben, die nun eine Neuberechnung vorlegen sollen. "Vielleicht kann aber auch der Bauhof diese Arbeiten ausführen," hieß es in der Sitzungsvorlage aus dem Rathaus.

Wie es mit dem Museumshof weiter geht, kann trotz des vom Rat akzeptierten Gestaltungsvorschlags noch nicht genau beschrieben werden, denn das Thema wurde auch im nichtöffentlichen Teil der Sitzung erörtert. Bürgermeister Rudolf Teplitzky deutete im Nachgang lediglich an, "dass es noch eine andere Idee gibt". Was das Archiv anbelangt, so werde derzeit dessen Inneneinrichtung geplant.

Das Pochwerk, hier eine Archivaufnahme, wird künftig ohne Wasserzufluss aufgestellt, also „trocken“.

"Kindergarten ist gesichert"

Teplitzky äußerte sich gegenüber Oberpfalz-Medien auch zum Thema Kindergarten, der beim Freibad erreichtet wird: "Im August geht der Bau los und im September 2021, zum Beginn des neuen Kindergartenjahres, soll er bezugsfertig sein." Der Kindergarten sei also gesichert und der Bedarf für ihn auch vom Landratsamt bestätigt. Dies betonte der Bürgermeister nicht zuletzt vor dem Hintergrund "irritierender Diskussionen dazu auf Facebook".

Für den künftigen Betrieb des Kindergartens ab dem Jahr 2021 sind im Februar per Vertragsunterschrift wichtige Weichen gestellt worden.

Oberviechtach

Der neue Kindergarten werde vier Gruppen haben - zwei für den Kindergarten, zwei für die Krippe. Wie Teplitzky wusste, "wünschen immer mehr Eltern eine Betreuung von morgens bis abends und nicht nur am Vormittag oder am Nachmittag." Dazu komme der Bedarf, den die Soldatinnen und Soldaten in Oberviechtach anmelden würden. Aus pädagogischen Gründen sollen die einzelnen Gruppen nicht zu viele Kinder haben.

Die Außen-Beleuchtung der Kirche sollte wieder eingeschaltet werden, wünschte sich Stadtrat Philipp Troppmann.

Zur Sprache kam auch die Jahresrechnung 2019. Der Etat des Vorjahres betrug exakt 20 263 710 Euro. Negativ schlägt eine Erhöhung der Schulden um 1,8 Millionen Euro zu Buche, deren Gesamtsumme damit auf 9,5 Millionen Euro angestiegen ist. Positiv hingegen: Drei Millionen Euro wurden der allgemeinen Rücklage zugeführt und stehen für die Finanzierung aktueller Projekte zur Verfügung.

Bei den Anfragen der Stadträte am Ende der Sitzung ging es unter anderem um die Kirche. "Sie sollte wieder beleuchtet werden", wünschte sich Philipp Troppmann auch im Namen der Kirchenverwaltung.

Die Zusammenkunft des Stadtrats, es war seit der neuen Zusammensetzung bereits die dritte Sitzung, fand diesmal aus Coronaschutz-Gründen in der geräumigen Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule statt.

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