Oberviechtach
23.01.2026 - 14:01 Uhr

Beim Neujahrsempfang: Oberviechtachs Bürgermeister umreißt Zukunftsaufgaben

Den Zusammenhalt der Menschen im Oberviechtacher Land wählte Bürgermeister Rudolf Teplitzky als Thema seiner Ansprache beim Neujahrsempfang. Zur Sprache kamen der Umzug des Bundeswehr-Bataillons und eine Einwohner-Marke.

„Was einer für das Gemeinwohl tut, das bleibt im Gedächtnis der Zeit.“ Diesen Goethe zugeschriebenen Spruch über gemeinschaftliches Wirken in der Welt wählten Oberviechtachs Bürgermeister Rudolf Teplitzky und der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, Oberstleutnant Rayk Engel, als Motto ihres gemeinsamen Neujahrsempfangs im Emil-Kemmer-Haus.

Der Bürgermeister zog eine Bilanz über Baumaßnahmen und Projekte „zur Stärkung unserer Heimat“ im zurückliegenden Jahr. Maßnahmen der Infrastruktur (Wasser, Straßen), Planungen zur Sanierung der Grundschule und des Kindergartens, die Umgestaltung des Marktweihers und der Dorfweiher und die Schaffung von Gewerbe- und Wohnbauland standen hierbei im Mittelpunkt. Die neuen Formate zu den Marktsonntagen und die vom 14. bis 22. März bevorstehende Neuauflage von „Oberviechtachs Grüne Woch“ zielen auf die Stärkung des Handels.

5000-Einwohner-Marke im Blick

Themen wie demokratische Solidargemeinschaft, Energiewende, Gesundheitsversorgung, Bundeswehr, Digitalisierung und Demografie seien im Blickfeld. „Eines ist klar: Das Jahr 2026 stellt uns wieder vor Herausforderungen. Mit der Vision Oberviechtach 2030 werden wir mittelfristig die 5000-Einwohner-Marke übersteigen und uns dort etablieren“, prognostizierte der Bürgermeister.

Den Grundsatz „Zamhaltn“ auf der Grundlage einer fruchtbaren Vernetzung wertete das Stadtoberhaupt als Erfolgsfaktor. „Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für Familien, Einheimische und Besucher im Oberviechtacher Land, dem Goldstück Bayerns.“ Den Ausblick verband der Bürgermeister mit dem Dank an alle Menschen, „die sich in ihrem Aufgabenfeld für unsere Heimat engagieren, egal ob im Beruf oder im Ehrenamt“.

Bataillon vor Umzug

Oberstleutnant Rayk Engel brachte in seiner Rede eingangs einige Gedanken zur Rolle eines Kommandeurs: „Er kann im Bataillon schalten und walten, aber bei sportlichen Wettkämpfen auch noch einigermaßen mithalten“, meinte er verschmitzt. Sein Ausblick richtete sich auf die am 1. Februar bevorstehende Integration des Panzerbataillons 122 in die in Litauen stationierte Panzerbrigade 45 unter dem in Oberviechtach nicht unbekannten Brigadegeneral Christoph Huber. 2026 ist das Bataillon noch in Oberviechtach stationiert, Aufenthalte in Litauen seien aber fest eingeplant, bevor im Jahr 2027 der endgültige Umzug erfolge.

Zurzeit stünden die Soldaten vor der Entscheidung, ob Umzug mit der Familie oder alleine. „Hier in Oberviechtach wurde das Bataillon Jahrzehnte hervorragend aufgenommen“, bekannte der Kommandeur. Allein deshalb werde zu gegebener Zeit eine angemessene Verabschiedung erfolgen. Die Erhaltung des Standorts sei für die Stadt von fundamentaler Bedeutung.

Nach den offiziellen Reden überreichte die Vorsitzende des Doktor-Eisenbarth-Festspielvereins, Bianca Reil, einen Scheck über 1800 Euro an die Franz-Jobst-Hilfe. Der Betrag kam zusammen mit der Patenkompanie beim Verkauf von Stockbrot beim Christkindlmarkt zustande. Als Vertreterin des Fördervereins der Doktor-Eisenbarth-Schule durfte Lydia Eckert einen Scheck über 2289,75 Euro als Erlös aus dem Benefizkonzert des Heeresmusikkorps im Dezember in Empfang nehmen.

 
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