22.04.2019 - 13:46 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Ostern in der Auferstehungskirche

Die evangelischen Christen feiern die Auferstehung Jesu mit Gottesdiensten und viel Musik

Mitglieder des Familienchors schmückten den mit Dornen bedeckten Taufstein mit Kerzen und Osterglocken, um die Auferstehung zu symbolisieren.
von Udo WeißProfil

Nach den Lesungen aus dem Alten Testament zog Pfarrer Norbert Schlinke mit der Osterkerze in die dunkle Auferstehungskirche zur Feier der Osternacht um sechs Uhr morgens ein. Er entzündete Kerzen auf dem Altar und dem Taufstein, die Orgel setzte ein und der Gemeindechor sang. Frauen des Gemeindechors deckten den Altar ab und schmückten ihn mit Osterglocken. „So wie sich das Licht ausbreitet, so ist Jesus selbst“, sagte der Geistliche. „Nichts ist sicher, nur der Tod“. Mit diesem bekannten Schlagwort begann die Predigt. Dem könne niemand widersprechen. „Was war, kommt nicht wieder. Wir leben in der Erinnerung weiter“, würden die Menschen immer wieder dazu sagen. „Doch wir widersprechen dem mit unserem Leben als Christen“, so Pfarrer Schlinke. Christen leben nach dem Wort Jesu: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird ewig leben.“ Das neue Leben von Jesu ist das Leben für alle, die an ihn glauben. Der Satz „Christus lebt“ eröffne die ganze Dynamik Gottes, er spende Trost, gebe Energie, Hoffnung und Zuversicht. Neben dem Gemeindechor unter Leitung von Paulette Siegl umrahmte Falk Gilch den Abendmahlsgottesdienst auf der Orgel. Nach dem besinnlichen Gottesdienst war die Gemeinde zum gemeinsamen Osterfrühstück mit Osterbrot, Wurst, Käse und Rühreiern eingeladen. Der Posaunenchor spielte unter der Leitung von Christine Forster im Anschluss Choräle auf dem Friedhof. Mit den Worten „Christus ist auferstanden, wahrhaftig er ist auferstanden“ begann Pfarrer Schlinke den Familiengottesdienst um neun Uhr, der durch ein mächtiges Vorspiel des Posaunenchors eröffnet wurde und gemeinsam mit Organist Falk Gilch musikalisch umrahmt wurde. „Jesus starb am Kreuz und trotzdem begegnen ihm Menschen immer wieder“, betonte der Geistliche, „und weil wir heute die Lebendigkeit Jesu ein klein wenig nachempfinden wollen, singen wir den Kanon nicht nur, sondern wir bewegen uns dazu.“ In der dreiteiligen Predigt, die von Bewegungsliedern ergänzt wurde, ging es um Geschichten von Menschen, die Jesus am Ostermorgen nach seiner Kreuzigung voller Leben begegnet sind. Nach dem Familiengottesdienst durften die Kinder Osterhasen und Ostereier suchen. Am Ostermontag feierte die Schönseer Gemeinde Ostergottesdienst zusammen mit Pfarrer Schlinke.

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