18.05.2020 - 11:03 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Patrozinium am Johannisberg

Der Gedenktag des heiligen Johannes Nepomuk ist Anlass für einen Gottesdienst in der Johannisbergkirche. Schon seit dem frühen 18. Jahrhundert wird der böhmische Heilige in der Pfarrei Oberviechtach verehrt.

Abstände und Alltagsmasken waren die Rahmenbedingungen für die Gläubigen bei der diesjährigen Feier des Patroziniums in der Johannisbergkirche.
von Georg LangProfil

Unter den Auflagen der Corona-Vorgaben fand die Patroziniumsfeier in der Wallfahrtskirche zum Heiligen Johannes Nepomuk statt. Stadtpfarrer Alfons Kaufmann nannte einige Stationen aus dem Leben des böhmischen Heiligen, der in Oberviechtach – wie es in Quellen heißt – bereits 1704 in einer kleinen Holzkapelle am Forst verehrt wurde. An der höchsten Stelle (621 Meter), am Kreuzungspunkt zweier damals wichtiger Verkehrsverbindungen wurde 1732 bis 1734 das heutige Gotteshaus erbaut.

Johannes Nepomuk – um 1350 im böhmischen Pomuk geboren – absolvierte eine glänzende Karriere in der Kirchenhierarchie, bevor er als Generalvikar des Prager Erzbischofs Opfer der politischen Auseinandersetzungen mit dem böhmischen König Wenzel IV. wurde. Nach Verhör und Folter wurde er am 20. März 1393 nachts von der Prager Karlsbrücke gefesselt in die Moldau geworfen. Heute wird er in Folge dieses Märtyrertodes in allen katholischen Gebieten Mitteleuropas als Brückenheiliger verehrt. „Möge er für uns Gläubige eine Brücke zu Gott bauen!“, lautete die Fürbitte von Pfarrer Kaufmann beim Patroziniumsgottesdienst am Vorabend des 16. Mai.

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