29.12.2019 - 10:51 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Premiere provoziert Lachsalven

Die Premiere des Theaterstücks der Kolpingbühne Oberviechtach "Dachschaden mit Zwischenfällen" ist ausverkauft. Die Zuschauer haben jede Menge zu lachen.

von Christof FröhlichProfil

Normalerweise vergeht einem das Lachen gründlich, wenn es vom Dach hereinregnet und auch noch die Heizung ausgefallen ist - nicht zuletzt wegen der anfallenden Handwerkerkosten. Anders ist das bei der Kolpingbühne Oberviechtach, die bei ihrer Premiere des Theaterstücks "Ein Dachschaden mit Zwischenfällen" ein volles Haus und über den ganzen Abend hinweg im wahrsten Sinne des Wortes die Lacher auf ihrer Seite hatte.

Ganz wie im richtigen Leben könnten Doris und Florian Beutelsbacher ein normales Familienleben führen, wären da nicht kleinere Probleme, wie Florians ständige Überstunden, ein undichtes Dach, eine defekte Heizung - und Melanie, die Mutter von Doris, die in der Kellerwohnung des Hauses lebt und mit ihrer lustigen, aber bestimmten Art nicht gerade zum Hausfrieden beiträgt, immer den Ton angibt und damit ihren Schwiegersohn Florian fast in den Wahnsinn treibt.

Seltsame Handwerker

Eine mögliche Familienidylle wird weiterhin gestört durch die etwas senile Nachbarin Frau Prell, ihrer Schwester Frau Dillinger und deren Freundin Frau Spritzig, die ihre Sorgen und Nöten bei der Familie Beutelsbacher abladen und zusammen mit den Freundinnen von Doris, Britta und Sonja, sowie Sonjas Verlobtem Jörg das Chaos perfekt machen.

Zum Leidwesen von Florian Beutelsbacher droht seine Gattin Doris ihrer Mutter Melanie immer ähnlicher zu werden. Die Handwerker, die das Dach reparieren sollen, scheinen auch nicht gerade die Besten ihres Faches zu sein, der "Jackpot" wurde leider wieder nicht geknackt und beim Geburtstag von Doris lief Schwiegermutter Melanie zur Freude der Theaterbesucher zur Negativ-Höchstform auf, was sie und einige der Geburtstagsgäste "ins Wanken" und höchste Verlegenheit brachte. Auch wenn Stadtpfarrer Alfons Kaufmann unter den Theaterbesuchern war, wurden verbale und körperliche Gewalt und "ganz normale Familienintrigen" so richtig "ausgelebt".

Nachdem der Reparatursatz "PfdK" (Paket für dumme Kunden) im Haus war und sich auch die Handwerker bereits "wie daheim" fühlten, schwenkte die Stimmung ins Positive, sogar Hosen mussten heruntergelassen werden und die bis dahin demente Frau Krell zeigte plötzlich, dass sie "noch ganz hell im Kopf" ist.

Mit der Feststellung "ich habe selten so viel gelacht", verließen viele Theaterbesucher das Pfarrheim, in dem noch zwei weitere Vorstellungen dieses "Lachschlagers" besucht werden können.

Darsteller und Termine:

Die Rollen und ihre Darsteller

Doris und Florian Beutelsbacher (Annemarie Ruhland und Thomas Gitter); Schwiegermutter Melanie (Rita Flierl), Sonja und Jörg (Melanie Weber und Martin Ebenhöch); Britta Sander (Lisa Gitter); Herr Heck und Jakob (Achim Welnhofer und Johannes Niebauer); Frau Dillinger und Frau Krell (Sonja Pronold und Lisa Prögler); Pfleger Max und Pflegerin Sigrid (Wolfgang Flierl und Maria Heinrich). Spielleitung: Thomas Gitter, Maske: Marie-Christin Meier, Daniela Uschold; Souffleur: Hans Prögler; Technik: Julia Gitter und Rainer Biegerl. Weitere Aufführungen

Freitag, 3. Januar, und Samstag, 4. Januar, jeweils um 19 Uhr im Pfarrheim Oberviechtach. (frd)

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