16.08.2019 - 17:05 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Den Rücktritt nahe gelegt

Der Vertrauensvorschuss, den Albert Kiener sich erworben hat, ist aufgezehrt. Niemand glaubt ihm mehr, wenn er ankündigt, nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung zu stehen. Wenn er das ernst meint, bräuchte er nur zurücktreten".

Für den 10. Juni hatte der Zweite Schützenmeister Günter Gilch (am Rednerpult) eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, nachdem am 26. März Schützenmeister Albert Kiener um die Einberufung einer solchen Zusammenkunft gebeten worden war. Er hatte darauf nicht reagiert, obwohl seinerzeit 76 Mitglieder diese Forderung unterschrieben hatten. Die am 10. Juni erfolgte Abberufung von Albert Kiener wurde jedoch nicht rechtswirksam, weil das Registergericht Amberg im Nachhinein festgestellt hatte, dass die Versammlung nicht beschlussfähig war. Sitzend der seinerzeit designierte neue Schützenmeister Achim Schallmoser und Beiratsmitglied Kathrin Schallmoser.

Mit der Rücktrittsforderung an Schützenmeister Albert Kiener reagiert Zweiter Schützenmeister Güntter Gilch von den "Scharfschützen" in einer Pressemittelung auf den am 14. August erschienen Artikel im "Neuen Tag" mit dem Titel "Durchladen für Neuanfang". Dabei stellt er klar, dass die Antwort im Namen der gesamten gewählten Vorstandschaft des Vereins erfolge. Mit Ausnahme von Albert Kiener, der an der am 14. August aus aktuellem Anlass einberufenen Vorstandssitzung nicht teilnahm.

"Nicht akzeptabel"

Weiter heißt es in dem Schreiben: "Der Vorschlag einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde ausführlich in einer erweiterten Vorstandssitzung am 25. Juli besprochen. Dabei wurde die nun in der Presse veröffentlichte Tagesordnung als nicht akzeptabel befunden. Keines der gewählten Vorstands- oder Beiratsmitglieder kann nachvollziehen, warum ein Rücktritt von zum Beispiel Spartenleitern, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, für den Verein einen Vorteil bringen soll. Dieser Tagesordnungspunkt wurde ebenso geschlossen abgelehnt wie die globale Entlastung der Vorstandschaft". Außerdem sei am 25. Juli vereinbart worden, dass Erster und Zweiter Schützenmeister gemeinsam zur nächsten Mitgliederversammlung einladen sollten.

Die Haltung des kompletten Vorstands mit Beirat in dieser Frage sei Albert Kiener hinreichend bekannt. Warum er diesen abgelehnten Vorschlag nun doch publiziert hat, bleibe sein Geheimnis und folge dem in den letzten Monaten praktizierten Muster, sich um Beschlüsse in Vereinsgremien nichts zu scheren .

"Unter Kiener und Kiener war es seit Jahren Methode, Vorstandsmitglieder mit nicht passenden Meinungen per Rücktrittsaufforderung und mehr oder minder offenem Druck aus dem Vorstand zu drängen. Diesmal soll also gleich der gesamte Vorstand des Vereins entsorgt werden. Über die Erfolgschancen dieses dreisten Coups gegen den Vorstand sollten sich Kiener und Kiener keine falschen Hoffnungen machen", heißt es in dem Schriftstück weiter.

"Kiener ist isoliert"

Albert Kiener sei innerhalb von Vorstand und Beirat mittlerweile isoliert, nachdem der Dritte Schützenmeister, Kassier, Schriftführer und ein Beirat sich mit ihrem Rücktritt ihrer Verantwortung entledigt hätten. Als Bilanz heißt es in der Mitteilung wörtlich: "Die Serie an Verstößen gegen die Sportordnung, gegen Vorstandsbeschlüsse, gegen die Vereinssatzung und gegen das BGB, die unseren Verein seit neun Monaten erschüttert, hat nämlich genau einen Namen als Urheber, der jetzt noch übrig ist: Albert Kiener".

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