21.06.2020 - 09:35 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Schmankerl mit weißen Blüten

Sabine Berger machte zusammen mit den Senioren frische Hollerküchel.
von Josef NiederaltProfil

„Vor dem Holunder den Hut herunter“: Dieses alte Sprichwort unterstreicht die große Bedeutung des Holunders. Die Verwendung von Blüte, beziehungsweise Frucht ist vielseitig. In der Volksmedizin gilt der Holunder schon lange als geschätztes und vielfach gebrauchtes Heilmittel. Die moderne Medizin nutzt die hochkonzentrierten Extrakte der Beeren wie auch die Blüten zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten.

Auch in der Nahrungsmittelindustrie hinterlässt die Holunderbeere ihre Spuren. Sie ist natürlicher Farbstoff mit gesundheitlicher Wirkung zugleich. Seit einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2009, wonach die Verwendung künstlicher Farbstoffe von Lebensmittelproduzenten auf dem Produkt ausgewiesen werden muss, erlebte der Holler einen regelrechten Boom. Holunder gibt nämlich den roten Gummibärchen seine Farbe oder wird in Erdbeerjoghurts in der Fruchtzubereitung eingesetzt.

Die Verwendungsmöglichkeit der Blüte beginnt in der privaten Küche in der jetzigen Jahreszeit, wenn beispielsweise aus den intensiv duftenden Blütendolden Holunderblütensaft hergestellt wird. Oft landen die wohlriechenden Blütendolden mit Pfannkuchenteig in der Bratpfanne und werden als Hollerküchel zu einem echten Schmankerl.

Im Seniorenheim Oberviechtach hat die Herstellung von Speisen wie in früheren Zeiten einen hohen Stellenwert. So standen vor kurzem in einer Wohngruppe Hollerküchel auf dem Plan. Betreuungskraft Sabine Berger machte sie zusammen mit den Bewohnern.

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