Schüleraustausch am Ortenburg-Gymnasium im Zeichen großer Politik

Oberviechtach
24.01.2023 - 15:00 Uhr

Politiker feiern an der Sorbonne in Paris „60 Jahre Elysée-Vertrag“ und tags darauf findet am Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasium der Empfang für die 23 Schüler aus Arveyres statt.

„Hier die große Politik, da die menschliche Seite an der Basis“, resümierte Jocelyne Gandil, die Deutschlehrerin aus Arveyres, als Schulleiter Ludwig Pfeiffer und Bürgermeister Rudolf Teplitzky die Jugendgruppe aus der südwestfranzösischen Stadt am Ortenburg-Gymnasium willkommen hießen.

Am Montagmorgen hatten die Jugendlichen schon ihre ersten Kontakte mit den Gastgeberfamilien hinter sich, die sie am Samstagabend vom Weidener Bahnhof abgeholt hatten. Bordeaux – Paris – Stuttgart – Nürnberg – Weiden waren Stationen der dreizehnstündigen Zugfahrt quer durch Frankreich und nochmals quer durch Süddeutschland. Am Samstagfrüh um 6.46 Uhr hatte diese Fahrt ganz im Südwesten Frankreichs begonnen.

Der Wintereinbruch war für die jungen Gäste etwas Besonderes und so bestimmte die Natur auch das Geschehen am ersten Besuchswochenende. Amelia D´Anna ist bei der Familie Lenhart in Teunz zu Gast. Dort tat man sich mit anderen Gastschülern zusammen, die am Sonntag alle eine gemeinschaftliche Schlittenfahrt genossen. Desgleichen war Léonie Videau bei der Familie Ruhland in Oberviechtach von der fälligen Schneeballschlacht fasziniert.

Genau diese landschaftstypischen Erfahrungen sollten die jungen Gäste kennenlernen, wie Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer in seiner auf Französisch gehaltenen Begrüßungsrede deutlich machte. Die jungen Leute sollten andere Länder, Sprachen und Kulturen kennenlernen. Der vor 20 Jahren in die Wege geleitete Schüleraustausch war 2020 und 2021 coronabedingt unterbrochen. Jetzt ist er aber wieder mit neuem Leben erfüllt.

Das ist aber auf französischer Seite gar nicht so einfach, wie Jocelyne Gandil mit ihren zwei begleitenden Kolleginnen Andréa Goldberg und Elise Labeyrie betonte. Auch durch die örtliche Nähe bedingt, tendieren die Schüler von Arveyres eher zu einer Begegnung mit spanischen Jugendlichen. "Außerdem verlangt die deutsche Sprache beim Erlernen schon einen ernsthaften Einsatz", gab Jocelyne Gandil zu bedenken. Ludwig Pfeiffer dankte daher allen Organisatorinnen auf französischer und auch deutscher Seite. Am OGO sind dies Isabel Komossa und Bettina Meier.

Neben gemeinsamen Unterrichtsveranstaltungen, verbunden mit einem Kunstprojekt, dürfen sich die Jugendlichen aus Südwestfrankreich während ihres einwöchigen Aufenthalts auch auf ein Sightseeing-Programm freuen. München steht auf der Liste, dazu ein Besuch in der Bezirkshauptstadt mit einer historischen Erkundung im Haus der Bayerischen Geschichte sowie eine Fahrt in den Bayerischen Wald, wo Lehrerinnen und Schüler schon gespannt sind, was sie in der Glasbläserei in Arnbruck erwartet.

 
 

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