23.07.2020 - 11:04 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Schulabschluss in drei Etappen

Wegen der Corona-Krise ist bei den Staatlichen Berufsfachschulen keine gemeinsame Abschlussfeier. Deshalb bekommen die Absolventen ihre Zeugnisse auf drei Tage verteilt – verbunden mit viel Lob für ihren Fleiß in diesen schwierigen Zeiten.

Studiendirektor Thomas Schiller (rechts) freute sich, als Ehrengäste den stellvertretenden Landrat Richard Tischler, Bürgermeister Rudolf Teplitzky und den stellvertretenden Schulleiter des BSZ Schwandorf, Johann Bauer (von links), zur Verabschiedung begrüßen zu können. Als beste Schülerinnen des Fachbereichs Sozialpflege wurden Sophie Pamler (1,67), Julia Becher (1,67) und Denissa Hasmasan (1,55) (von links) geehrt.
von Udo WeißProfil

Die Staatlichen Berufsfachschulen verabschiedeten die Entlassschüler mit vielen Gästen und würdigen Feiern an der Schule in der Teunzer Straße. Wegen der vielen Beschränkungen und den zu beachtenden Abstandsregeln konnte jedoch keine gemeinsame Feier abgehalten werden. So feierten die Absolventen getrennt nach Schulart an drei Tagen mit Eltern und Ehrengästen ihren Abschluss.

Bei der Zeugnisübergabe des Fachbereichs Sozialpflege betonte Studiendirektor Thomas Schiller: „Es gibt mehrere gute Anlässe heute zu feiern" – war es doch vor Wochen noch gar nicht sicher, ob man überhaupt feiern könne. Es sei immer das große Ziel des Lehrkräfte-Teams gewesen, auch unter den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen den Absolventen einen würdigen Abgang von der Schule zu ermöglichen.

Corona bremst die Praxisausbildung: Hier der Artikel

Oberviechtach

Ein Abgang, der das besondere Engagement und den besonderen Einsatz der Schüler widerspiegelt. „Ihr habt nämlich – trotz all der noch nie dagewesenen Einschränkungen – euren Schul- und Berufsabschluss bravourös gemeistert“, hob Schiller hervor. Trotz Online-Unterricht, fehlendem Präsenzunterricht und widrigen Umständen hätten die Schüler gute Ergebnisse in den Prüfungen erreicht. In Zeiten des bekannten Pflegenotstandes könnten nun 19 staatlich geprüfte Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer in das Berufsleben entlassen werden.

"Pfleger zu Helden gemacht“

Stellvertretender Landrat Richard Tischler zollte den jungen Menschen Achtung und Respekt für ihre Leistung sowie für die Bereitschaft, einen nicht einfachen Beruf zu ergreifen. „Corona hat die Pfleger zu Helden gemacht“, betonte Tischler. Er hoffte, dass diese Wertschätzung auch nach Corona anhält.

„Sie dürfen sich freuen und stolz sein auf das, was Sie in den letzten Jahren geleistet haben“, betonte Bürgermeister Rudolf Teplitzky. Der erfolgreiche Berufsabschluss sei der wohlverdiente Lohn für die Anstrengungen.

Nur einen Fehltag

Nach den Grußworten bedankte sich Studiendirektor Schiller bei Elternbeirätin Andrea Kraus, die ein Jahr engagiert und tatkräftig mitgewirkt hatte und nun ausscheidet. Ebenso überreichte er an die Schülerin Julia Spielvogel, die im Schuljahr nur einen Fehltag hatte, einen Ehrenpreis.

Bevor Klassenleiter Studienrat Michael Heinisch und Stellvertretende Schulleiterin Marga Schieder-Beierl die Zeugnisse verteilten, wurden mit Denisa Hasmasan (1,55) und Julia Becher (1,67) sowie Sophie Pamler (1,67) die drei Besten im Bereich Sozialpflege geehrt.

Schon am Vortag fand der Festakt für die 18 Schüler im Fachbereich Kinderpflege statt. Die neun Absolventen aus dem Bereich Ernährung und Versorgung und die 16 jungen Menschen der Berufsintegrationsklasse erhielten ihre Zeugnisse am folgenden Tag.

Hintergrund:

Die besten Absolventinnen

Die besten Absolventinnen im Bereich Kinderpflege waren Jessica Winklmann mit 1,06, Katharina Meier (1,13),Verena Kölbl (1,20) und Anna-Maria Deml (1,40). Im Bereich Sozialpflege waren Denisa Hasmasan (1,55), Julia Becher (1,67) und Sophie Pamler (1,67) die Besten. Im Bereich Ernährung und Versorgung schnitten Julia Weigl (1,21), Alicia Zisler (1,92) und Marie Rettinger (2,20) am besten ab.

Schulleiter Thomas Schiller gratulierte den Preisträgerinnen aus dem Fachbereich Kinderpflege (von links): Doris Hanauer (2 Ehrenämter), Anna-Maria Deml (1,40), Vanessa Giedl (0 Fehltage), Jessica Winklmann (1,06/Schulbeste der BFS für Kinderpflege), Verena Kölbl (1,20) und, Katharina Meier (1,13).
Julia Weigl (1,21), Marie Rettinger (2,20) und Alicia Zisler (1,92/von links) sind die Jahrgangsbesten im Fachbereich Ernährung und Versorgung. Studiendirektor Thomas Schiller gratulierte gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat Jakob Scharf und Josef Most, dem Leiter der Beruflichen Schulzentrums Schwandorf.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.