21.06.2020 - 10:15 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Startschuss für Freibadsaison auf der Rutsche

Das Oberviechtacher Freibad hat seit Samstag geöffnet. Wegen der Corona-Pandemie müssen sich die Besucher aber auf einige Einschränkungen einstellen. Den Startschuss für die verkürzte Badesaison gibt das Stadtoberhaupt höchstpersönlich.

Bürgermeister Rudolf Teplitzky und Bademeister Reinhard Klein eröffneten mit dem ersten Rutsch die Badesaison.
von Udo WeißProfil

Schon bevor das Freibad am Samstag um 10 Uhr offiziell geöffnet wurde, bildete sich eine kleine Menschenschlange vor der Kasse. Gut 20 Badegäste, darunter auch Bürgermeister Rudolf Teplitky und seine Familie, freuten sich, dass das Freibad in diesem Jahr doch noch genutzt werden kann.

Zur Eröffnung des Freibades in Corona-Zeiten rutschten Bademeister Reinhard Klein und Bürgermeister Rudolf Teplitzky die große Rutsche hinunter. Wenn auch die Außentemperatur noch etwas frisch war, so ließen sich die Schwimmbegeisterten nicht davon abhalten, sofort in das 24 Grad warme Wasser zu gehen.

Super-Wetter beschert dem Freibad im vergangenen Jahr einen Ansturm: Hier der Artikel

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Dabei muss auch im Freibad ein ausgeklügeltes Hygienekonzept eingehalten werden. Es gibt nur Saisonkarten im Rathaus in der Tourist-Information – allerdings zu verbilligten Preisen. Damit kann nachvollzogen werden, wer zu welcher Zeit in der Anlage war, um eventuelle Infektionen nachvollziehen zu können. Abstandsmarkierungen am Eingang, Maskenpflicht beim Durchgehen der Halle und Desinfektionsspender gehören für die diesjährige Badesaison zur „Normalität“.

Die Wärmehalle ist für den Aufenthalt gesperrt, ebenso die Duschen und die Umkleidekabinen. Deshalb empfiehlt Bademeister Klein, zum Umziehen einen Bademantel oder einen Ganzkörper-Umhang mitzubringen. Vor der Rutsche und dem Sprungblock sind Abstandsmarkierungen am Boden eingezeichnet, die unbedingt eingehalten werden müssen. Zur Toilette dürfen mit Maske nur maximal zwei Personen gleichzeitig gehen.

Die große Rasenfläche mit vielen Büschen bietet jedoch ausreichend Platz, um auf Abstand zu liegen. Die Mittagspause, in der das Bad geschlossen ist (Öffnungszeiten 10 bis 13.30 Uhr und 14.30 bis 19 Uhr), wird für Desinfektionsmaßnahmen genutzt. Bademeister Klein ist froh, dass er wieder von der Wasserwacht, allen voran Bernd Wetzel, unterstützt wird.

Wie empfanden nun die ersten Badegäste die notwendigen Beschränkungen? Die Familie Grundler war mit zwei Kindern bereits um 10 Uhr da und empfand die Einschränkungen als nicht schlimm. Wenn es das Wetter zulässt, geht die Familie täglich ins Freibad. Zu den regelmäßigen Schwimmerinnen gehört auch Katrin Schäufl, Musiklehrerin am Ortenburg-Gymnasium. Sie ist „völlig begeistert“, dass das Bad aufgemacht hat. Die Wassertemperatur von 24 Grad sei toll. Sie ist dankbar, dass der Bademeister alles im Griff hat, so dass sie und ihre Familie ruhigen Gewissens schwimmen könnten.

Bürgermeister Teplitzky, der mit seinen Söhnen das Badevergnügen genoss, war ebenfalls überglücklich, dass das Freibad aufgemacht werden konnte. „Es war ein Marathon, alles den Vorschriften entsprechend einzurichten“, sagte er und dankte dem Team in der Stadtverwaltung und Bademeister Klein. 350 Saisonkarten seien bereits verkauft worden.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Sonne sich zeigt und der Sommer so richtig Fahrt aufnimmt. Das Freibad ist gerüstet. Auch im Kiosk wurde alles vorbereitet, um die die Badegäste wieder mit Getränken, Eis und Snacks zu verwöhnen.

Bereits um 10 Uhr am Morgen bildete sich schon eine kleine Schlange am Kartenautomaten.
Die Schwimmer freuten sich über die Öffnung des Bades.
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