15.03.2020 - 21:26 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Teplitzky holt über 75 Prozent

Seit über 30 Jahren hat Oberviechtach einen PWG-Bürgermeister. Das wird auch die nächsten Jahre so bleiben: Rudolf J. Teplitzky holt sensationelle 75,4 Prozent; Herbert Uschold (CSU) muss sich mit unter 25 Prozent begnügen.

Rudolf J. Teplitzky (rechts) freut sich im Foyer des Rathauses über seinen klaren Wahlsieg. CSU-Kandidat Herbert Uschold (links) gratuliert.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

"Ich bin wunschlos glücklich. Danke an die Wähler für das Vertrauen". Rudolf J. Teplitzky (36) strahlt, schüttelt Hände und drückt seine Frau Steffi an sich. Den Wahlsonntag verbrachte der zweifache Familienvater "ganz gechillt wie immer": Nach dem Gottesdienst ging es zum Wählen ins Schützenheim und am Nachmittag wurde mit den Kindern gespielt und die Eltern besucht.

Um 18.06 Uhr schon alles klar

Kurz vor 18 Uhr trifft der PWG-Bürgermeisterkandidat mit seiner Familie im Rathaus ein und verfolgt das Einlaufen der ausgezählten Stimmen. Ein Kuriosum: Schon um 18.06 Uhr meldet der erste Wahlbezirk eigentlich schon das Endergebnis: "75 zu 25 Prozent, 117 Stimmen für Teplitzky und 39 Stimmen für Uschold", heißt es aus Wildeppenried. Es folgt das Schützenheim und das Rathaus und in Pullenried holt Rudolf Teplitzky mit 84,5 Prozent sein bestes Ergebnis. Um 18:19 sind schließlich alle sieben Urnen-Wahlbezirke ausgezählt: 76,4 Prozent Teplitzky und 23,6 Prozent Uschold.

Die acht Briefwahlbezirke dauern noch ein wenig. Schließlich müssen die Wahlhelfer hier erst die Umschläge öffnen, bevor sie mit dem Auszählen beginnen können. Der CSU-Kandidat kann zwar ein wenig aufholen, doch um 18.46 Uhr ist klar: Der neue Bürgermeister von Oberviechtach heißt ab 1. Mai Rudolf J. Teplitzky. 2041 Wähler machten bei ihm ihr Kreuzchen; nur 667 waren es bei Uschold.

Diesmal kein Marsch

Mit 75,4 Prozent der Wählerstimmen kann er sich mit einem sehr deutlichem Wählervotum für seine Heimatstadt einsetzen. "Ich freue mich unbandig auf die Arbeit", meint er dann auch, als er im Foyer zahlreiche Hände schüttelt. An den Coronavirus denkt in diesem Augenblick niemand. Allerdings fehlt das obligatorische Standerl von Stadtkapelle und Spielmannszug, nachdem der Nordbayerische Musikbund eine dementsprechende Empfehlung herausgegeben hat.

CSU-Kandidat Herbert Uschold zeigt sich als fairer Verlierer und kommt mit seiner Gattin kurz zum Gratulieren im Rathaus vorbei. Ein Statement zum Wahlausgang möchte er nicht abgeben. Inzwischen hat Bürgermeister Heinz Weigl Sekt und Schnaps bereitgestellt und die Familie Teplitzky serviert Häppchen an alle die Mitfeiern wollen. Weigl strahlt: "Ich freue mich, dass wieder ein parteiloser Bürgermeister gewählt wurde und dass meine Prognose von 68 plus x übertroffen wurde." Die Wahlbeteiligung (67,6 Prozent) hat gegenüber 2014 (68,4) abgenommen.

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