22.01.2019 - 19:30 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Viel Platz für Rosen und Co.

Die Einkaufsstadt Oberviechtach spielt künftig für Pflanzenliebhaber in der ersten Liga. Denn die Gärtnerei Baumer erweitert auf 6500 Quadratmeter. Derzeit teilen sich die Gänseblümchen den Platz noch mit Bagger und Bauarbeitern.

Im früheren Eingangs-und Kassenbereich sind derzeit noch Bagger und Bauarbeiter beschäftigt.
von Gertraud Portner Kontakt Profil
Über 200 Meter strecken sich die Glashäuser der Gärtnerei Baumer am Stadtrand von Oberviechtach in die Länge.

Eine Herausforderung für Personal und Bauarbeiter: Der Verkauf läuft während der einjährigen Bauphase weiter. "Ab März 2018 wurden am Hang ganze 27 000 Kubikmeter Erde weggefahren, um erst mit dem Tiefbau beginnen zu können", berichtet Robert Baumer beim Baustellenbesuch von Oberpfalz-Medien. Im Juli startete der Hochbau und im Oktober der Innenausbau. Zusammen mit Gattin Ulla hatte er sich Mitte 2017 zur Erweiterung des Betriebes entschlossen.

Auch die Eltern, welche die Gärtnerei 1965 gegründet haben, sind nach wie vor "an Bord". Vor kurzem fiel auch die letzte Mauer aus der Gründungszeit, denn mit dem Umbau wurden Schwachpunkte behoben und ein ebenerdiger Parkplatz gebaut. Die Kunden betreten das Gartencenter seit 2. Januar über die "Scheune", einen zehn Meter hohen Eingangsvorbau. In einer relativ strengen Wegführung durchläuft man das Saisonhaus, die Abteilung für Gartenzubehör, die Baumschule und kommt dann durch das Warmhaus und die Schnittblumenabteilung zur Förderbandkasse. "Der Weg ist noch nicht endgültig", erklärt Ulla Baumer. Vorübergehend wird das neue Warmhaus für den Verkauf genützt, denn im Altbau wird noch fleißig gebaggert und gepflastert. Wände und Fundamente wurden herausgenommen und Bewässerungskanäle angelegt. Im System "Ebbe/Flut" kann jeder Tisch mittels Bodenhülse angeschlossen werden. "Gießen mit der Hand ist damit Vergangenheit", freut sich die Chefin und ergänzt lachend: "Manche Handwerker gehören fast schon zur Familie."

Wände und Fundamente im Altbau wurden herausgenommen und ein neues Bewässerungssystem installiert.

Theater im Gewächshaus

Das Floristik-Team hat sich derweil in der künftigen Beratungstheke für Pflanzenschutz niedergelassen. Die Firma Rabensteiner, ein Südtiroler Gewächshausbauer, hat 124 Meter an den Altbau "angedockt". Insgesamt erstreckt sich die Gärtnerei Baumer damit auf einer Länge von über 200 Metern, mit klimatisch verschiedenen Abteilungen. Während beim Venlo-Haus nur die Lüftungsklappen aufgehen, verwöhnt die Cabrio-Bauweise die Pflanzen mit einer Freiluftsituation. Der hintere Teil des Glashauses wird im Frühjahr und Sommer vom Ovigo-Theater in Beschlag genommen. "Florian Wein suchte eine Spielstätte und wir halfen gerne", sagt Ulla Baumer. Bei passendem Wetter wird es eine Open-Air-Vorstellung geben. Danach ziehen die Theaterleute wieder aus und der Platz wird als Pflanzen-Nachfülllager genutzt. Bei Baumer wird angekaufte Rohware auf riesigen Tischen weiter kultiviert. Mit diesem landwirtschaftlichen Produktionsteil bleibt das Center auch weiterhin eine Gärtnerei.

Ulla und Robert Baumer investieren in den Standort Oberviechtach. Sie freuen sich schon auf die Eröffnung am 16. März. Während der neue Eingangsbereich über die „Scheune“ (Bild) schon fertig ist, gibt es im Altbau noch viel zu tun.

Boutique-Charakter

"Wir haben nicht nur mehr Platz, sondern auch neue Sortimente wie Feinkost, Tierfutter und Geschenkartikel aufgenommen", erklärt die zweifache Mutter. Unübersehbar ist der Boutique-Charakter im neuen Store Design mit Holzelementen und schwarz/weißen Wänden. Eröffnung ist am 16. März. Dann wird auch die kleine Sitzecke mit Kaffeeautomaten und der große Spielbereich für Kinder fertig sein. Übrigens: Die Kunden können sich auch auf Toiletten, Wickelmöglichkeit und Rollatoren-Einkaufswagen freuen.

Das Floristik-Team belegt noch die künftige Beratungstheke für Pflanzenschutz
Der neue Eingang zum Gartencenter wurde als zehn Meter hohe "Scheune" konzipiert. Die ebenerdigen Parkplätze werden bereits gerne genutzt.
Im neuen Cabrio-Gewächshaus warten die Gänseblümchen aufs Aufblühen und die Schachteln darauf, dass sie ausgeräumt werden.
Spätestens drei Wochen vor der Eröffnung am 16. März werden die Handwerker die Baustelle verlassen. Denn dann wird eingeräumt und alle Abteilungen erhalten ihren festen Platz.
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