Oberviechtach
04.02.2019 - 15:01 Uhr

Vielfalt der Musik als Hörerlebnis

Exzellente Musiker, besondere Stimmen und ein Konzert voller Abwechslung haben das Publikum in der Auferstehungskirche begeistert. Der Gruppe „Kaleidoskop der Musik“ ist ein Auftritt voller Vielfalt und Vielseitigkeit gelungen.

Mit Alexander Lottner, David Sorgenfrei, Felicitas Mandon sowie Jonas und Florian Sorgenfrei (von links) begeisterten fünf Ausnahmemusiker mit ihrem sensationellen Konzert in der voll besetzten Auferstehungskirche die Gäste. Als "Kaleidoskop der Musik" tritt das Quintett zum bereits vierten Mal in der Auferstehungskirche auf. Bild: weu
Mit Alexander Lottner, David Sorgenfrei, Felicitas Mandon sowie Jonas und Florian Sorgenfrei (von links) begeisterten fünf Ausnahmemusiker mit ihrem sensationellen Konzert in der voll besetzten Auferstehungskirche die Gäste. Als "Kaleidoskop der Musik" tritt das Quintett zum bereits vierten Mal in der Auferstehungskirche auf.

Nur der plötzlich einbrechende Winter mit ergiebigem Schneefall und schlecht passierbaren Straßen verhinderte, dass die Kirche nicht voll besetzt war. war. Üblicherweise wurde das Konzert mit einem majestätischen Marsch, gespielt auf Orgel und Trompete, eröffnet. „Als nächstes Stück darf ich Ihnen Vivaldis ,Winter‘ ankündigen – ein Stück, das hervorragend zu den eisigen Temperaturen da draußen passt“, begrüßte Moderator Johannes Lohrer die Gäste, der in charmanter Weise professionell und unterhaltsam durch das abwechslungsreiche Programm führte. "Eigentlich hatten wir den ,Frühling‘ vorgesehen", meinte er spaßeshalber. Lohrer gab jeweils wertvolle Informationen zu den Stücken.

Nach der Anmoderation zogen die Sängerin und die vier Musiker in das Kirchenschiff und besangen begleitet von der Orgel, den Winter. „Kaleidoskop der Musik“ nennt sich die Gruppe um das exzellente Sängerpaar Felicitas Mandon und ihren Bruder Alexander Lottner sowie Organist Florian Sorgenfrei, Gitarrist und Trompeter David Sorgenfrei und Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei. Die fünf passionierten Musiker nahmen die Gäste mit auf eine musikalische Reise durch unterschiedlichste Epochen und Stilrichtungen, ganz nach dem Motto des Ensembles „Musik in ihrer Vielfalt erleben“. Alle fünf sind studierte Musiker, die durch viele bemerkenswerte Auftritte bekannt sind, in den verschiedensten Zusammensetzungen spielen und einen hohen Stellenwert in der Musikszene besitzen.

Besonderes Augenmerk galt dem mit vielen Preisen bei „Jugend musiziert“ ausgezeichnete Organist Florian Sorgenfrei mit seiner „Kathedrale im Kofferraum“ – seinem Eigenbau einer transportablen, digitalen Orgel. Auf ihr glänzte er nicht nur mit der "Toccata" von Théodore Duboios und weiteren klassischen Stücken, sondern er war auf dem Piano auch Begleiter der Sänger und Instrumentalisten.

Schwarzhofen01.02.2019

Gitarrist David Sorgenfrei, der sein Studium mit dem „Bachelor of Music“ an der Musikhochschule abgeschlossen hat, begeisterte mit dem exzellent gespielten „Venetianischen Gondellied“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Bei einigen Stücken zeigte er auch sein Können auf der Trompete.

Mit romantischen Melodien von Robert Schumann, begleitet vom Pianisten Florian Sorgenfrei, verzauberte Sopranistin Felicitas Mandon, die am Richard-Strauss-Konservatorium Operngesang studiert hat, das Publikum. Auch Tenor Alexander Lottner, der seine Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen erhalten hat, überzeugte mit seiner beeindruckenden Stimme. Bei Liedern wie „Der König von Thule“ (Zeller), „Jesus bleibet meine Freude“ (Bach) oder „All of me“ (Marks) bewies er seine Vielseitigkeit.

War der erste Teil des Konzerts sakral und klassisch gehalten, so folgten im zweiten Teil Pop, Jazz und zeitgenössische Musik. Die Musiker begannen mit dem gemeinsam gesungenen Song „Sunrise“. Von ihrer komödiantischen Seite zeigten sich Felicitas Mandon und Alexander Lottner bei Liedern wie „Kein Schwein ruft mich an“ und „Ich bin die fesche Lola“. Dass der studierte Schlagzeuger und Percussionist Jonas Sorgenfrei nicht nur seine Instrumente beherrscht, sondern auch eine ausgebildete Jazzstimme besitzt, bewies er beim Duett mit seinem Bruder David bei Randy Newmans „You've got a friend in me“ (Toy Story) und weiteren Gesangspartien.

Ein kleiner Höhepunkt war das wunderschöne Stück „Classical Gas“, das David Sorgenfrei auf der Gitarre zauberte und sein Bruder Jonas mit einem Cajon-Solo krönte. Mit dem gemeinsam dargebotenen „Let it go“ aus dem Film „Eiskönigin“ endete ein grandioses Konzert, bei dem es mit „What a wonderful World“ natürlich eine Zugabe gab. Das Publikum dankte den fünf sympathischen Musikern mit Beifallsrufen und lang anhaltendem Applaus. Wer das Konzert versäumt hat oder noch einmal erleben möchte, ist für Sonntag, 10. Februar, 17 Uhr, in den Fürstenkasten nach Rötz eingeladen, erinnerte Moderator Lohrer zum Abschluss.

Organist Florian Sorgenfrei brillierte auf seiner selbst gebauten transportablen und digitalen Orgel. Bild: weu
Organist Florian Sorgenfrei brillierte auf seiner selbst gebauten transportablen und digitalen Orgel.
 
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