24.05.2019 - 15:20 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Volksliedkreis pflegt Gedenken an Verstorbene

Zahlreiche Mitglieder des Oberpfälzer Volksliedkreise (OVK) waren nach Stamsried zur Maiandacht an die OVK-Gedenkstätte gekommen.

An der OVK-Gedenkstätte feierten die Mitglieder mit Pfarrer Martin Schultes (Bildmitte) eine Andacht. Die Feier gestalteten (von links) die Stubenmusi Maxhütte, das Koller-Duo und die Niedermuracher Sänger. Dahinter stehen die Bannerträger der Volksliedkreise Cham und Schwandorf.

Drei neue Totenbretter wurden dabei aufgestellt und gesegnet, alle sind verstorbenen Musikern aus dem Landkreis Schwandorf gewidmet.

Die Stubnmusi Maxhütte eröffnete die Andacht mit einem Instrumentalstück und Leonhard Bayerl, Vorsitzender des OVK Schwandorf, hieß Pfarrer Martin Schultes und zahlreiche Marienverehrer willkommen. Jährlich treffen sich die Volksmusikfreunde im Mai bei der Gedenkstätte am Fuße der Kürnburg bei Stamsried. Dort erinnern zahlreiche Totenbretter an verstorbene Sänger, Volksmusikanten und Förderer. Mit einem bunten Strauß von Marienliedern gestalteten die Stubnmusi Maxhütte, das Koller Duo und die Niedermuracher Sänger die Andacht.

Volksmusikalische Weisen, Menuette, Instrumental- und Gesangsbeiträge wechselten sich mit den Worten des Pfarrers und Gebeten zur Gottesmutter ab. OVK-Vorsitzender Leonhard Bayerl dankte zum Abschluss allen Beteiligten für die stimmmungsvolle Andacht. Bei diesem Anlass wurden drei Totenbretter gesegnet, die an verdiente Mitglieder des OVK erinnern: Zum einen an Franz Wittmann aus Meidenried, der am 30. November 2018 im Alter von 94 Jahren verstorben war. Bekannt war Wittmann als leidenschaftlicher Gstanzlsänger und freudiger Volkstänzer. Unvergessen sind die vielen Volkstanznachmittage im Gasthaus Breu in Friedersried.

Das zweite Totenbrett ist Erna Niederalt aus Oberviechtach gewidmet, die am 2. Dezember 2018 verstarb. Sie war bekannt als Sängerin der Geschwister Steindl und als „Vöichtacher Sängerin“. Sie stammte aus Hiltersried und stand mehr als 60 Jahre mit ihren Schwestern auf der Bühne. Die Musik wurde ihr schon in die Wiege gelegt. Bereits mit 10 Jahren sang sie 1953 beim Böhmerwaldsingen in Waldmünchen. Seit Gründung des Oberpfälzer Volksliedkreises im Jahre 1955 gehörte sie diesem an, war engagiertes Vorstandsmitglied und moderierte diverse Veranstaltungen. Die Geschwister Steindl waren die älteste Singgruppe im Oberpfälzer Volksliedkreis und weit darüber hinaus bekannt.

Ein weiteres Totenbrett trägt den Namen von Josef Lobenhofer aus Schwarzenfeld (verstorben am 17. Dezember 2018). Er war Leiter der „Oberpfälzer Bettlmusikanten“ und Mitglied beim Oberpfälzer Volksliedkreis Schwandorf. 26 Jahre stand er am Dirigentenpult der Schmidmühlener Blaskapelle St. Ägidius, und er war den Musikkapellen in Ebermannsdorf, Pischdorf und Schwarzenfeld eng verbunden. Für Lobenhofer war die Musik Lebenserfüllung und Berufung. Mit dem Schlussgebet und dem Marienlied „Segne du Maria“ endete die besinnliche Maiandacht. Der Erlös aus der Sammlung dient dem Erhalt der Gedenkstätte.

 

 

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