17.08.2021 - 11:44 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Volksliedkreis setzt in Oberviechtach ein Zeichen inniger Marienverehrung

Ein Konzert mit fünf Ensembles krönt das Fest Mariä Himmelfahrt. Das "Marienlob" zeigt, dass Musik und Gesang, die zu Herzen gehen, auch heute noch ihren Platz haben.

Die Musik- und Gesangsbeiträge der fünf Ensembles unter dem Marienaltar (links) und dem Sebastiansaltar (rechts) zeugten von einer innigen Marienverehrung, mit der sich auch die begeisterte Zuhörerschaft in der Stadtpfarrkirche identifizierte.
von Georg LangProfil

„Wenn man so ein Konzert erlebt, dann ist man ein wenig wie im Himmel!“ Mit diesen Worten umriss Stadtpfarrer Alfons Kaufmann die Stimmung beim „Marienlob“, mit dem der Oberpfälzer Volksliedkreis Schwandorf (OVK) den Großen Frauentag in der Stadtpfarrkirche Johannes der Täufer feierte.

Fünf Musik- und Gesangsgruppen, bis auf die Mitwirkung von Anton Reiger alle weiblich, hatten vor dem Altarraum in übersichtlich gegliederter Form Aufstellung bezogen, als der OVK-Sprecher Leonhard Bayerl die musikalische Marienfeier eröffnete.

Unter den Corona-Bedingungen der Abstandwahrung waren sämtliche zur Verfügung stehenden Plätze besetzt. Dies war ein Zeichen, dass in unserer schnelllebigen Zeit die von Herzen kommende musikalische Marienverehrung noch ihren Platz hat. „Lassen wir unser Herz berühren!“, rief der Sprecher Leonhard Bayerl die Besucher auf, für die das Nachmittagskonzert eine musikalische Freude, aber auch eine religiöse Feier bedeutete.

Das Ensemble „Allerhand Saiten“ eröffnete mit einem Allegro, wobei in dieser Gruppe durch den Zuwachs eines Kontrabasses (Inge Roßmann) die Saitenvariabilität nicht nur beim Eingangsstück gewann. Deutlich wurde diese vor allem auch beim schmissigen „Augustiner Landler“. Mit der „Marienweise“, dem „Dankgebet“, der „Staden Weis“ und vor allem mit dem „Güldenen Rosenkranz“ beeindruckten die „Schönseer Moila“ mit ihren kräftigen Saitenklängen von Hackbrett, Zither und Gitarre und ihrem Gesang. Der „Veeh-Harfen-Klang im Schwarzachtal“, der einen Großteil des Programms bestritt, erfüllte die Stadtpfarrkirche mit einer warmen, beschaulichen Atmosphäre. „Maria Rosenkönigin“ oder „Mutter Christi hocherhoben“ waren Beiträge dieses Ensembles in starker Besetzung.

„Sei gegrüßt viel tausendmal, du erhörest groß und klein“, hieß es im flehentlichen Bittlied des „Oberviechtacher Dreigesangs“, während die „Geschwister Winterer“ unter der Akkordeonbegleitung von Anton Reiger in ihren Beiträgen „Schwarze Madonna“ oder „Maria Mutter mein“ Vertrauen auf den Schutz Mariens darstellten. Thematisch brachten Lieder Bezeichnungen für Maria (Jungfrau, Königin, Meeresstern) oder die Motive „Rosenkranz“ oder „Kräuterweihe zum Ausdruck“. Andreas Ebnet aus Schwand sprach sich in seinem Dialektbeitrag „A Kapelln im Holz draust“ für eine entschleunigte Lebensweise und eine Absage an materialistisches Streben aus.

Leonhard Bayerl ging bei seiner Begleitung durch das Konzertprogramm auf das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel ein und blendete auch auf die Feier dieses Marienfestes in der Ostkirche. Dieses Fest sei auch bei uns in der Volksfrömmigkeit tief verankert. Dies komme auch in der Segnung der Heilkräuter an Mariä Himmelfahrt zum Ausdruck. „Die Heilkraft der Kräuter soll durch die Fürbitte der Kirche den Menschen zum Heil dienen.“

Dekan Alfons Kaufmann wertete bei seinem Schlusssegen das Konzert als „Glanzpunkt des Frauentags“, der mit einem gemeinsamen Marienlied beendet wurde. Die eingesammelten Spenden fließen dem Oberviechtach verbundenen Pfarrer Andre für seine Seelsorgearbeit im Kongo zu.

Der Große Frauentag in Stadlern

Stadlern
Hilfe von der Gottesmutter erflehte der „Oberviechtacher Dreigesang“ in dem Lied „Sei gegrüßt viel tausendmal“.

„Das Konzert war ein Glanzpunkt.“



Stadtpfarrer Alfons Kaufmann

Stadtpfarrer Alfons Kaufmann

 

 

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