05.04.2019 - 09:53 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Wegweiser für die Dialektpflege im Schulunterricht

"Lebendige Dialekte an bayerischen Schulen" lautet der Titel einer neuen Broschüre des Kultusministeriums. Sie enthält Tipps, wie Mundart-Pflege im Unterricht verankert werden kann. Zwei Oberviechtacher haben daran mitgearbeitet.

Im Münchner Presseclub präsentieren Behördenvertreter und Redaktionsmitglieder - (von links) Ministerialdirektor Herbert Püls, Ingrid Ritt, Karin Oechslein, Stefan Schießl, Ludwig Schießl, ISB-Referentin Christina Neugebauer und Ministerialrat Peter Kammler die druckfrische "Handreichung" zur Dialektpflege im Schulunterricht.
von Autor SLUProfil

In den Räumen des Münchner Presseclubs wurde das druckfrische Geheft des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vorgestellt. Maßgeblich daran beteiligt waren Studienrat Stefan Schießl und Studiendirektor a. D. Ludwig Schießl. Vor hochrangigen Vertretern des Ministeriums sowie des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung wurde ihr Engagement gewürdigt.

Ausgangspunkt der Publikum war das das Projekt "Mundart wertvoll" des Wertebündnisses Bayern: In den Schuljahren 2014/15 und 2015/16 hatten zehn bayerische Schulen groß angelegte Dialektprojekte initiiert. Dazu zählten eine Kooperation zwischen dem Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und dem Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden (Projektleiter Ludwig Schießl und Stefan Schießl) sowie ein Projekt der Gregor-von-Scherr-Realschule mit Projektleiterin Maria Schießl. Die Projektzyklen lösten in den Verantwortlichen den Wunsch aus, eine Dokumentation mit dem Charakter einer Handreichung für Lehrkräfte auszuarbeiten. Mit der inhaltlichen und konzeptionellen Umsetzungen wurden Stefan und Ludwig Schießl betraut, die bei der Umsetzung auch redaktionell unterstützten. Die Federführung lag in den Händen von Stefan Schießl.

Die Vorstellung der Broschüre ergänzte ein Podiumsgespräch zur Bedeutung des Dialekts. Unter der Moderation von Ingrid Ritt, Projektleiterin "Mundart wertvoll", betonten Ministerialdirektor Herbert Püls, Amtschef des Kultusministeriums, Karin Oechslein, Direktorin des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung, sowie Adolf Dinglreiter, Ehrenvorsitzender des Bayernbundes, den Wert der Mundart als „Sprache des kulturellen Erbes“ und die Notwendigkeit der Dialekt-Förderung in den Schulen.

Die neue Broschüre, die dazu gedacht, die Lehrkräfte bei der Dialektpflege zu unterstützen, enthält auf 104 Seiten unter anderem einen Grundsatzbeitrag von Ludwig Schießl zum Thema „Dialektförderung in der Schule – Grundlagen, Ziele, Maßnahmen: eine Standortbestimmung“. Aufgezeigt wird, wie die Dialektförderung im neuen Lehrplan-Plus verankert ist. Schwerpunktkapitel bilden „Projektdokumentationen“ und „Didaktisch-methodische Impulse für den Unterricht“. Den Abschluss bilden die Evaluierung der Projektjahre durch Professor Klaus Wolf von der Universität Augsburg sowie ein Bericht über die einzelnen Abschlusspräsentation des Gesamtprojekts. Für ihren Einsatz und ihr Engagement überreichte Projektleiterin Ingrid Ritt noch ein Präsent an Stefan und Ludwig Schießl.

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