08.11.2019 - 14:09 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Das Werk Adolph Kolpings als gemeinsame Triebfeder

Der Jahrestag der Seligsprechung des Gesellenvaters führt die Kolpingsfamilien im Bezirk Schwandorf nach Oberviechtach. Ein "Wandergebetstag" rückt nicht nur Adolph Kolpings Wirken in den Fokus, sondern gibt auch Impulse.

Zum "Treu Kolping" und beim Absingen des Kolping-Liedes reichten sich Präses Hannes Lorenz (Mitte) und die Mitglieder aus den Kolpingsfamilien im Bezirk Schwandorf die Hände. Mit einem "Wandergebetstag" wurde in Oberviechtach an den Tag der Seligsprechung Adolph Kolpings erinnert.
von Josef NiederaltProfil

Das Internationale Kolpingwerk erinnert jedes Jahr mit einem weltweiten Gebetstag an die Seligsprechung Adolph Kolpings am 27. Oktober 1991. An dieses Ereignis wollten auch die Kolpingmitglieder aus dem Bereich des Bezirksverbandes Schwandorf gebührend begehen. In Oberviechtach war die Stadtpfarrkirche Sankt Johannes der Täufer Ausgangspunkt für einen „Wandergebetstag“.

Zur Eröffnung hieß Vorsitzender Willi Nesner den Präses des Bezirksverbandes, Pfarrer Hannes Lorenz, willkommen. Dieser wies auf das Jubiläum des Kolpingwerkes hin hin. Der Weltgebetstag erinnere an die Gründung des Internationalen Kolpingwerks vor 50 Jahren. Damals sei mit der professionellen Entwicklungszusammenarbeit begonnen worden. Der vor 170 Jahren in Deutschland durch Adolph Kolping begonnene Weg habe sich damit auf alle Kontinente der Erde ausbreitet.

Vier Lektoren reflektierten im Anschluss unter anderem die Entwicklung des Kolpingwerks, dem 400 000 Mitglieder in rund 8035 Kolpingfamilien in über 60 Ländern angehörigen. "Christen bleiben nicht stehen", stellte Präses Lorenz vor dem Verlassen des Gotteshauses fest. Er appellierte an die Kolping-Mitglieder, sich als Gemeinschaft der Glaubenden auf den Weg zu machen.

"Wer glaubt ist nie allein" wurde angestimmt, als sich die Kolpingschar auf den Weg zum Marktweiher. Passend dazu waren Wasser, die Fische und die Liebe Gottes der Inhalt der religiösen Betrachtungen. Bei der nächsten Station im Friedhof stand das Kreuz als Zeichen der Hoffnung im Mittelpunkt. "Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte", war dazu das Zitat von Adolph Kolping.

"Eigentlich ein Mahnmal" (Pfarrer Lorenz) sei das Kriegerdenkmal, dass die nächste Station bildete. Die Erinnerung gelte hier den Gefallenen und Vermissten. Damit eng verbunden sei der Gedanke an Frieden. Und dieser sei keine Selbstverständlichkeit, sondern müsse immer wieder neu erarbeitet werden. Das Denkmal sei aber auch Sinnbild dafür, dass die Bevölkerung hierzulande schon 74 Jahre in Frieden leben dürfe.

Letztes Etappenziel des Gebetstages war die Altenheim-Kapelle. Hier kam im Schlussgebet des Internationalen Kolpingwerks die Hoffnung zum Ausdruck, den Gesellenvater Adolph Kolping bald als Heiligen verehren zu dürfen. Die Veranstaltung endete mit dem traditionellen Kolpinglied. Dabei versammelten sich die Männer, Frauen und Kinder am Altar und reichten sich mit einem „Treu Kolping“ die Hand reichen. Die zahlreichen Beteiligten erlebten einen eindrucksvollen Weltgebetstag, der von sinnigen Texten und Liedern abwechslungsreich gestaltet war. Im Pfarrheim klang die Feier gemütlich aus.

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