01.03.2020 - 12:08 Uhr
Oberwildenau/Luhe-WildenauOberpfalz

CSU-Slogan "Gemeinsam besser" keine leere Phrase

Es geht in den Endspurt des Wahlkampfs. Und dazu legen die Christsozialen nochmal richtig los. Aufrufe zur Geschlossenheit, aber auch Kritik am politischen Gegner kennzeichnen einen Politischen "Ascherfreitag" im Naabtalhaus.

Aufmerksam hören die Gäste im Naabtalhaus den Reden zum Politischen "Ascherfreitag" der CSU zu.
von Redaktion ONETZProfil

Bürgermeisterkandidat Sebastian Hartl betonte, er wolle in Zukunft Politik nicht am Bürger vorbei machen, und sei offen für überparteiliche Zusammenarbeit. Hartl definierte „Heimat“, präsentierte Zukunftspläne - wichtig sei vor allem auch eine Senioreneinrichtung - und betonte, mit dem neuen Marktrat eine „Prioritätenliste“ erstellen zu wollen. Im Falle seiner Wahl werde er auch nicht mehr Kreisbrandmeister sein.“ Ich mache nur eins, und das gescheit.“ Donnernder Beifall folgte dieser Rede.

Der Schirmitzer Bürgermeister Ernst Lenk stellte sich vor. Seit fast sechs Jahren leitet er die Geschicke seiner Gemeinde. Für ihn gebe es keine direktere Form der Politik, als die auf kommunaler Ebene. Deshalb sei es wichtig, vor Ort die Ohren nah an den Menschen zu haben - „und nicht 30 Kilometer entfernt“ – und im steten Dialog zu sein. Er war überzeugt: „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut.“ Es sei unanständig, in Wahlzeiten falsche Hoffnungen zu wecken, mit plumpen Parolen um sich zu werfen, nur um Wählerstimmen zu gewinnen.

Der Schirmitzer kritisierte die Unterschriftensammlung der SPD in Vohenstrauß für den Erhalt des Krankenhauses kurz vor der Wahl. Dabei hätte sich Landrat Andreas Meier schon lange „heftig dagegen gewehrt“ und den Kreiskämmerer heuer allein für die Vohenstraußer Einrichtung 1 Million Euro mehr im Kreishaushalt einplanen lassen. Lenk fragte unter Applaus zur Unterschriftensammlung: „Ist das ernstes kommunalpolitisches Engagement oder wahlstrategisch geplante Symbolpolitik?“

Der CSU sei es schon immer wichtig gewesen, auch in schwierigen Zeiten tragfähige Lösungen anzubieten und keine Symbolpolitik zu betreiben. In Anspielung auf die AfD fragte er, ob man eine harte Oppositionspolitik brauche? „Hat man in der Vergangenheit nicht gemeinsam um die besten Lösungen gerungen und unseren Landkreis hervorragend weiterentwickelt?“ Lenk weiter: „Mit welchen Themen will die AfD bei uns im Kreistag denn glänzen?“

Der Polizeibeamte brach gleich mehrere Lanzen für den Bürgermeisterkandidaten Hartl. Dessen Slogan, „Gemeinsam besser“, sei keine Phrase, sondern seine Einstellung. Der Schirmitzer warb auch für die Bewerber in der Jungen Union, die keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung seien. Es gab jede Menge Applaus für Lenks Ausführungen.

Ortsvorsitzender Roland Rauch hob die gute Arbeit Hartls und der CSU hervor. Die CSU habe beim Baugebiet Eschlingweiher kräftig angeschoben, die Sanierung der Gehwege, die Elektrifizierung der Bahn zum Thema gemacht. Er ging auch auf das „Wunder von Luhe-Wildenau“ ein, die Nominierungsversammlung des politischen Gegners. „17 Personen hat die CSU nur in einer Ausschusssitzung." Anscheinend müsse man erst am Boden liegen, um Aufmerksamkeit zu verdienen. Und Heimat, so fuhr er fort, sei da, wo man zu Hause sei, den Lebensmittelpunkt habe, die Freizeit verbringe und wo man sich engagiere, spielte er auf die SPD-Wahlwerbung und die SPD-Kandidatin mit Wohnsitz in Pleystein an. An den verbleibenden Tagen wolle man nochmal so richtig Gas geben, endete Rauch.

Der Schirmitzer Bürgermeister und JU-Kreistagskandidat Ernst Lenk.
Aufmerksam hören die Gäste im Naabtalhaus zu.

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