Am 9. November verstarb Heribert Grünwald im Alter von 88 Jahren. Er dürfte vielen Bürgern aus Oberwildenau und Luhe-Wildenau bekannt sein. Mit einer eigenen Metallbaufirma hatte er einst den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Aber auch bei seinen Hobbys brachte er sich in das gesellschaftliche Leben ein.
Heribert Grünwald wurde am 20. April 1935 in Rumburg im Sudetenland geboren. Zusammen mit drei Brüdern und zwei Schwestern verbrachte Heribert Grünwald dort seine Kindheit, bevor die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges zum Verlassen der Heimat zwangen. Die Familie Grünwald fand in Neudorf, jetzt Markt Luhe-Wildenau, ein neues Zuhause. In Neudorf beendete Heribert Grünwald seine Volksschulzeit, um in den schweren Jahren der Nachkriegszeit zielstrebig zuerst eine Lehre als Diamantenschleifer, anschließend noch eine zusätzliche Ausbildung als Maschinenschlosser anzutreten. 1971 schloss der Verstorbene die Prüfung zum Industriemeister ab.
Schritt in die Selbstständigkeit
Noch lange vorher, am 27. Juli 1963, hatte Grünwald Maria Hausknecht geheiratet. Das junge Paar zog in das Eigenheim in Oberwildenau. Aus der Ehe sind die Kinder Stefan, Michael, Maria und Mattias hervorgegangen. Mittlerweile gehören die Enkelkinder Yannic, Jonas, Leonie, Tobias und Florian zur Familie. Noch im Juli dieses Jahres hatten Heribert und Maria Grünwald das seltene Fest der diamantenen Hochzeit gefeiert.
Noch während seiner festen Anstellung als Maschinenschlossermeister bei einer Weidener Firma war Grünwald an einem zweiten Arbeitsplatz tätig: In Nebenbeschäftigung in der eigenen Garage. Im Jahr 1986 im Alter von 51 Jahren wagte Grünwald mit der Gründung einer eigenen Metallbaufirma den Schritt in die Selbständigkeit. Sein erster Mitarbeiter war Sohn Matthias. Nur zehn Jahre später wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt, die Söhne Stefan und Michael stiegen mit ein und Grünwald selbst zog sich mit zunehmendem Alter aus der Firma zurück. Im Jahr 2006 wurde der neue Firmensitz am Ortsrand von Oberwildenau, in der Kohlberger Straße, errichtet, der längst mehrfach erweitert wurde.
Chor geprägt
Und auch eine dritte Sache war dem Verstorbenen stets ein großes Anliegen gewesen: der Kirchenchor Oberwildenau. Im Alter von 29 Jahren übernahm Grünwald, der selbst seit dem 12. Lebensjahr mit dem Gesang eng verbunden ist, die Leitung. Sozusagen innerhalb der Familie, denn sein Vorgänger als Dirigent war sein Vater. In der St. Michaelskirche war er auch Organist. Eine Aufgabe, die er wegen eines schweren Betriebsunfalles im Alter von 65 Jahren an Larissa Burkhardt übergab. Zugleich war Grünwald auch Organist und Basssänger in der St. Josefkirche Weiden. In Oberwildenau hat Grünwald vor vielen Jahren den Männerchor, den Kinderchor und die „Oberkrainer Gruppe“ ins Leben gerufen.
Der Verstorbene war auch am Sportgeschehen des Ortes interessiert. So verfolgte er regelmäßig die Fußballspiele des SC Luhe-Wildenau am Spielfeldrand und unterstützte den Verein als Gönner, wobei er immer in Erinnerung hatte, in der Jugendzeit selbst aktiv der „runden Kugel“ nachgejagt zu haben.
Die Aussegnung findet am Mittwoch, 15. November, 19 Uhr, in Oberwildenau statt. Der Trauergottesdienst ist am Donnerstag, 16. November, 15 Uhr, in der Michaelskirche Oberwildenau. Die Beisetzung findet auf Wunsch des Verstorbenen im engsten Familienkreis statt.













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