Oberwildenau/Luhe-Wildenau
09.10.2018 - 15:25 Uhr

Siedler danken Mitgliedern

Erntedank hat noch immer seine Berechtigung. Die Siedler nutzen die Feier auch, um ihre treuen Mitglieder zu ehren - und ihnen zu danken.

Sie ehren die Mitglieder: Dritter Bürgermeister Hans Meißner, Siedler-Vorsitzender Helmut Grünbauer (von links) und zweiter Vorsitzender Artur Leonhardt sowie Bezirksvorsitzender Christian Benoist (von rechts) danken Hermann Frischholz, Josef Kres, Erna Riegler, Günther Fellner und Artur Leonhardt jun. (von links). Bild: bey
Sie ehren die Mitglieder: Dritter Bürgermeister Hans Meißner, Siedler-Vorsitzender Helmut Grünbauer (von links) und zweiter Vorsitzender Artur Leonhardt sowie Bezirksvorsitzender Christian Benoist (von rechts) danken Hermann Frischholz, Josef Kres, Erna Riegler, Günther Fellner und Artur Leonhardt jun. (von links).

Die Siedlergemeinschaft Oberwildenau mit ihrem Vorsitzenden Helmut Grünbauer hatte zur traditionellen Erntedankfeier ins Naabtalhaus eingeladen. Mit nachdenklichen Geschichten erinnerte der Vorsitzende an den Sinn des Erntedankfests.

Bezirksvorsitzender Christian Benoist lobte diese Vorträge als richtig, sieht sich aber selbst als Realist und deshalb auch das Erntedankfest aus einem anderen Blickwinkel. Natürlich sei die Erntedankfeier richtig, weil immer wieder Naturkatastrophen eine Ernte vernichten können. Doch die „Wegwerfgesellschaft“ sehe in der Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln zugleich und fälschlicherweise ein „Verfallsdatum“. Die Folge sei, dass Lebensmittel in Massen vernichtet würden, sagte Benoist. Es zeige sich aber auch, dass Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt viele Kinder bereits im Altern von 12 oder 13 Jahren zu Diabetikern machen. Kritisch beäugte der Bezirksvorsitzende den verstärkten Einsatz von Plastikverpackungen, die im Vertrauen auf ordnungsgemäßes Recycling von den Kunden akzeptiert werden, dann jedoch geschreddert ins Meer verkappt werden. Die Klimaveränderung lasse laut Forschungen erwarten, dass Bereiche in Zentralafrika ab 2050 unbewohnbar sind. Die Folge sei, dass Menschen mit Herkunft in diesen Gebieten anderswo ihre Lebensberechtigung hart erkämpfen müssen. Dies sei aber problematisch, weil teilen oftmals bei Menschen wenig Bereitschaft finde. Abschließend kündigte Benoist seinen Rückzug aus dem Amt des Bezirksvorsitzenden zu den nächsten Wahlen im kommenden Jahr an. Den Oberwildenauer Siedlern dankte er für „die nette Art des Zusammenseins“.

Dritter Bürgermeister Hans Meißner sprach in sehr persönlichen Worten. Er selbst habe nicht mehr zu einer Generation gehört, die hungern habe müssen. „Eier und Milch gab´s immer, Rindfleisch nur dann, wenn eine Notschlachtung war, weil man es sich dann leisten konnte“, sagte Meißner. Wenn jetzt die Lebensmittel aus dem Supermarkt kommen, müsse sich aber jeder auf deren Ursprung besinnen, sich gleichzeitig auch die Frage stellen, wie der Umgang mit der Natur gestaltet werden solle. Der Siedlergemeinschaft dankte Meißner für die Erntedankfeier, die nicht mehr selbstverständlich sei.

Vorsitzender Helmut Grünbauer, Bezirksvorsitzender Christian Beniost und Dritter Bürgermeister Hans Meißner ehrten gemeinsam langjährige Mitglieder. Hermann Frischholz gehört der Siedlergemeinschaft seit einem halben Jahrhundert an. Josef Kres ist seit 40 Jahren Mitglied. Seit 20 Jahren sind Erna Riegler und Günter Fellner Mitglied, Artur Leonhardt hat seit 10 Jahren den Mitgliedsausweis. Das „Zottbach-Duo“ mit Christian und Tanja lud zum Ausklang der Feier zum Tanz ein.

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