Georg Rosner als Sprecher der „Bürgerliste“ stellte zu Beginn der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend im Naabtalhaus den Gästen die Frage nach dem "Warum" dieses Treffens hatte dazu auch die passende Antwort parat: „Die Bürgerliste“ wolle eine Alternative gegenüber den etablierten Parteien und Wählergruppen sein. „Wer kritisiert, muss auch Lösungen parat haben, wer was ändern will, muss auch etwas bewegen“, meinte Rosner. „Wir wollen uns den Wählern stellen und uns nicht auf Oberwildenau begrenzen.“ Und: "Wir werden nichts versprechen, aber wir stellen uns der Verantwortung gegenüber den Bürgern.“
Mit der Gründung der Bürgerliste solle anderen Bürgern auch die Möglichkeit gegeben werden, sich zu engagieren, um dann in der Kommunalpolitik mitzureden. „Wer nicht zur Wahl gehe, könne auch nichts ändern“, sagte der Sprecher abschließend. Dann entschied sich die Versammlung einstimmig, über die Annahme der Kandidatenliste „en bloc“ zu entscheiden. Hinsichtlich der Nachrücker bestanden gegensätzliche Ansichten. Letztlich wurde mehrheitlich beschlossen, dass ein Ersatzmann den Platz des ausgeschiedenen Kandidaten einnimmt.
Die 19 stimmberechtigten Mitglieder der Bürgerliste stimmten der Liste einstimmig zu. Nach dem Wahlvorgang dankte Rosner „Zugpferd“ Hans Meißner für die Bereitschaft, auf der „Bürgerliste“ zu kandidieren, ebenso Christine Roth, die mit dieser erneuten Kandidatur ihre bisherige 30-jährige kommunalpolitische Arbeit in Luhe-Wildenau fortsetzen will.
Spitzenkandidat Hans Meißner dankte für die offen gezeigte freundliche Aufnahme. Er räumte ein, nicht auf einen der beiden ersten Plätze auf der Liste bestanden zu haben, in jedem Fall aber besser platziert sein zu wollen als sein ursprünglicher Platz 6 auf der CWU-Liste Neudorf.
Diese Platzierung in Neudorf sei für ihn nicht akzeptabel gewesen, machte der amtierende Dritte Bürgermeister deutlich. Meißner berichtete der Versammlung, dass ihm auch ein Angebot der Freien Wähler für eine Kandidatur auf deren Liste vorgelegen habe. Dies hätte den Vorteil gehabt, dass keine Unterstützungsliste notwendig geworden wäre. Er sei aber überzeugt, dass „Die Bürgerliste“ die notwendigen 80 Unterstützungsunterschriften erhalten werde. Die Entscheidung für Oberwildenau sei bei ihm gefallen, weil er in dem Ort besser bekannt sei und in Luhe ein Außenstehender wenig Chancen habe. Ausdrücklich hob Hans Meißner die Aktivität des Teams der „Bürgerliste“ hervor, die er in diesem Umfang so noch nicht erlebt habe.
1. Hans Meißner, 62 Jahre, Polizeibeamter a.D; 2. Georg Rosner, 62, Berufssoldat a.D.; 3. Christine Roth, 65, Rentnerin; 4. Ingeborg Thoma, 55, Integrationsfachkraft, Jobcenter; 5. Anke Scheidler-Argauer, 40, Gebäudereinigungsfachkraft; 6. Klaus Proß, 62, Zollbeamter; 7. Hannelore Quardokus, 66, Rentnerin; 8. Andreas Hoch, 36, Rettungssanitäter; 9. Kathrin Baumgärtner, 36, Apothekerin; 10. Andreas Weißmeyer, 52, Schreiner; 11. Stefan Sommer, 39, Schweißer; 12. Ingrid Hanauer, 48, Angestellte der US-Army; 13. Sven Thoma, 25, Metallbauer, Konstruktionstechnik; 14. Roswitha Sommer, 61, OP-Schwester; 15. Yvonne Meißner, 35, Frisörin; 16. Ursula Rosner, 61, Rentnerin; Ersatzkandidaten: Herbert Argauer, 46, Lagerist und Robert Kastl, 68, Rentner.













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