14.02.2020 - 15:36 Uhr
Oed bei KirchendemenreuthOberpfalz

"Steinwaldgruppe" meldet Rekordverbrauch beim Wasser

Zum sechsten Mal in Folge ist der Jahreswasserverbrauch der "Steinwaldgruppe" 2019 in eine neue Rekordhöhe gestiegen. Der Werkausschuss des Zweckverbandes beschäftigte sich darüberhinaus mit Auftragsvergaben und Wasserlieferungsverträgen.

Über 600 000 Kubikmeter Wasser mehr liefert die „Steinwaldgruppe“ innerhalb von sechs Jahren an ihre Abnehmer.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Der Verbrauch der letzten 365 Tage lag nach einer Mitteilung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe bei knapp 3,2 Millionen Kubikmeter. Dafür gab es gleich mehrere Gründe. Zum einen lag es am trockenen Wetter und hier vor allem an den fehlenden Niederschlägen im Frühjahr. Zum anderen und damit bedingt, reichten die eigenen Quellen der angeschlossenen Gemeinden schon früh im Jahr nicht mehr zur Eigenversorgung aus. Außerdem hätten die Abnehmer teilweise enorme Wasserverluste gehabt, deren Ursachen erst zum Jahresende abgestellt werden konnten, teilte Geschäftsführer Bernhard Eigner mit.

Im drittwärmsten Sommer in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren Juni, Juli und September die verbrauchsstärksten Monate. Der Zweckverband stellte jeweils zwischen 225.000 und 291.000 Kubikmeter Wasser zur Verfügung.

Am höchsten war der Wasserverbrauch am 28. Juni und am 25. Juli. Im Wasserwerk Oed wurden 10.800 Kubikmeter gefördert und im Wasserwerk Neuersdorf 2.700 Kubikmeter. Zusammen also rund 12,5 Millionen Liter Trinkwasser.

Die größten Abnehmer des Zweckverbandes sind der Zweckverband Mantel-Weiherhammer, Altenstadt/WN, Erbendorf und Vohenstrauß. Mit Ausnahme von Altenstadt hatten diese Kommunen auch die größten Mehrverbräuche zu verzeichnen. Dem gegenüber haben Waldthurn, der Zweckverband Konnersreuther Gruppe sowie Krummennaab nicht unerheblich weniger Wasser verbraucht. "Ein Drittel der Abnehmer hat die vereinbarten Höchstmengen überschritten", so Eigner.

In dieses Bild fügt sich eine vom Bayerischen Landesamt für Umwelt durchgeführte Umfrage bei allen öffentlichen Trinkwasserversorgungsunternehmern mit Eigengewinnung ein. Aufgrund der Nachwirkungen des extrem trockenen Jahres 2018 bei Quellschüttungen weisen ein Drittel der Ruhe- und Betriebswasserspiegel neue Tiefstände aus.

Untersuchungen ergaben im Bereich der Brunnen im Gebiet Oed nach wie vor sehr geringe Nitratwerte bei guter Wasserqualität. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Energiemanagementsystem-Audits mit Nachweis der weiteren Effizienzsteigerung erreichte der Zweckverband eine Stromsteuerrückerstattung in Höhe von 46.600 Euro.

Geändert wurden die Wasserlieferungsverträge mit den Pirk und Kirchendemenreuth. Während Pirk nach einer vorübergehenden Reduzierung der Jahresbestellmenge auf das bisherige Niveau von 100.000 Kubikmeter zurückgekehrt ist, musste Kirchendemenreuth aufgrund des hohen Verbrauchs den Vertrag geringfügig anpassen. Die Gemeinde bezieht jetzt pro Jahr 65.000 Kubikmeter.

Investitionen:

Verbandsvorsitzender Andreas Meier informierte über den Kauf eines Schleppers zum Preis von 40.630 Euro von der Firma Böckl in Erbendorf. Die R&H Umwelt GmbH aus Nürnberg sei mit der Ausschreibung zur Sanierung von Tiefbrunnen 2 im Gewinnungsgebiet Oed beauftragt, sagte der Landrat weiter. Für die Sanierung der Hochbehälter Wäldern und Pfaben wurden die Firmen R&F, Weiden, zur Lieferung von Armaturen zum Preis von rund 27.500 Euro sowie die Firma Lippolt, Weidenberg, mit den Metallbauarbeiten zum Preis von 88.600 Euro beauftragt.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.