31.01.2020 - 09:23 Uhr
Oberpfalz

Ohne Fett und Feuchtigkeit – Trockene Haut kann unterschiedliche Ursachen haben

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie ist Schutzschild, Tastsinn, Klimaanlage. Wir müssen sie so schützen, dass die Schutzbarriere nicht bröckelt. Ist das der Fall – wie bei trockener Haut – kann das verschiedene Ursachen haben.

Trockene Haut kann viele verschiedene Ursachen haben. Die richtige Pflege schützt davor, dass unsere natürliche Schutzbarriere bröckelt.
von Mona-Isabelle Aurand Kontakt Profil

Die Haut ist der Spiegel unseres Inneren, heißt es im Volksmund. Und tatsächlich lässt sich ein Zusammenhang zwischen äußerem Erscheinungsbild und inneren Abläufen feststellen. Vor allem im Gesicht sind Veränderungen schnell erkennbar. Wirkt die Haut spröde, trocken, fahl und womöglich faltig, ist klar: Hier stimmt etwas nicht. Die Talgdrüsen bilden zu wenig Talg. Der natürliche Schutzfilm der Haut ist nicht mehr ausreichend vorhanden. Die Haut trocknet aus, wird rissig und entzündet sich leicht. In den meisten Fällen tragen Menschen, die zu trockener Haut neigen, bereits die genetische Veranlagung in sich.

Äußere Einflüsse

Trockene Haut – in der Fachsprache Xerose oder Xerodermie genannt – reagiert wesentlich empfindlicher auf Umwelteinflüsse. Zu viel Sonne, starke Temperaturschwankungen oder zu geringe Luftfeuchtigkeit verstärken den Effekt. Zu viel Feuchtigkeit kann die Haut aber genauso austrocknen lassen. Wer einmal zu lange ein Vollbad genommen hat, wird merken, wie die Haut anschließend spannt. Denn Wasser schwemmt – je länger die Haut mit ihm in Berührung kommt – die körpereigenen Fette aus der Haut. Wasser über 35 Grad Celsius, Seifen, Laugen oder Chemikalien wie in vielen Putzmitteln beschleunigen den Vorgang. Selbst mit rückfettenden Badezusätzen sollten Menschen mit trockener Haut spätestens nach 20 Minuten aus der lauwarmen Wanne steigen.

Innere Einflüsse

Was äußerlich nur in Maßen angewendet werden sollte, ist bei innerer Anwendung unerlässlich: Viel trinken hilft, das Flüssigkeitspolster der Haut aufrecht zu erhalten. Am besten mindestens eineinhalb Liter Wasser pro Tag. Kaffee, schwarzer Tee sowie Alkohol sollten nur in geringen Mengen getrunken werden. Sie haben ebenso einen schlechten Einfluss auf die Haut wie Nikotin oder Stress. Psychische Belastung nämlich beeinflusst unsere Hormone und unsere Nerven. Dadurch kann der Feuchtigkeitshaushalt des Körpers durcheinander geraten. Die Folge: trockene Haut. Das Gleiche geschieht auf natürliche Weise mit zunehmendem Alter, wenn sich die Hormonkonzentration im Körper verändert.

Ist die Schutzschicht Haut einmal durchbrochen, können Viren, Keime und Bakterien leichter in den Körper eindringen. Die Haut und der Mensch werden krank. Krankheiten können allerdings auch Auslöser für trockene Haut sein. Die bekanntesten und wichtigsten Erkrankungen, die mit trockener Haut in Verbindung stehen, sind unter anderem: Neurodermitis, Schuppenflechte, Ichthyose (Fischschuppenkrankheit), Allergien, Ekzeme, Mangelernährung, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Schilddrüsenunterfunktion.

Gute Pflege

Um gegen Rötungen, Risse und Irritationen vorzugehen, hilft in den meisten Fällen schon die richtige Pflege der Haut. Trockener Haut fehlen sowohl Feuchtigkeit als auch Fett. Milde Reinigungs- und Pflegeprodukte, die sowohl Öle als auch feuchtigkeitsspendende Bestandteile – wie Hyaluronsäure oder Aloe Vera – enthalten, eigenen sich für die tägliche Anwendung. Außerdem sollte die Haut vor zu viel Sonne und Kälte geschützt werden. Das heißt: Sonnencreme und luftige Kleidung im Sommer und Handschuhe und Mütze im Winter. Dazu immer eine gute Portion Creme – aber Achtung: zu viel ist auch nicht gut. Wer selbst nach allen eigenen Maßnahmen keine Verbesserung feststellen kann oder weitere Symptome wie Schwindel oder Übelkeit auftreten, der sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Unsere Hauttypen:

Im gesunden Zustand kann die Hautbeschaffenheit klassischerweise in vier Grundtypen eingestuft werden. Neben der trockenen Haut sind das:

Normale Haut:

Ebenmäßige Haut, rosiger Teint, kaum Mitesser oder Pickel – das Ideal normaler Haut. Dass sie außerdem weder zu fettig noch zu trocken ist, liegt an der ausgeglichenen Talgproduktion und feinen Poren. Äußeren Einflüssen gegenüber ist sie eher unempfindlich. Tägliche Pflege mit milden Reinigungsprodukten und feuchtigkeitsspendender Creme sollte dennoch sein. So bleibt der geschmeidige Teint auch längerfristig erhalten.

Ölige/Fettige Haut:

Produziert die Haut zu viel Talg, spricht man von öliger oder fettiger Haut. Charakteristisch dafür: glänzende Stellen. Die Poren sind gut sichtbar, Mitesser als schwarze Punkte zu erkennen. Auch Pickel bilden sich vermehrt. Zur richtigen Pflege gehören morgens und abends Gesichtsreiniger und -wasser, Cremes mit Antioxidantien sowie einmal pro Woche ein Peeling. Make-up verstopft die Poren, die sich dann leichter entzünden.

Mischhaut:

Mischhaut ist eine Kombination aus fettigen – die sogenannte T-Zone mit Stirn, Nase und Kinn – und trockenen Hautstellen – die Wangen. Spezielle Pflegeprodukte für Mischhaut beruhigen die fettigen und pflegen die trockenen Stellen. Bei zu starken Unterschieden lohnt es sich, verschiedene Mittel für die jeweiligen Gesichtspartien zu verwenden. Cremes mit Melisse oder Kamille können das Gleichgewicht der Haut wiederherstellen.

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