"Die OTH liegt uns sehr am Herzen", sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth, als sie mit ihren Kollegen am frühen Mittwochabend die OTH besuchte. Auf dem Campus lief zu diesem Zeitpunkt der Abbau der Stände des Career Days. 102 Unternehmen hatten sich dabei laut Professor Andrea Klug präsentiert. "Die Nachfrage nach unseren Absolventen, auch schon während des Studiums, ist sehr groß", freute sich die OTH-Präsidentin.
Bleiben in der Region
Sie erläuterte der SPD-Fraktion die Kennzahlen der OTH: 3314 Studierende, 85 Professoren, 254 Mitarbeiter, 91 Lehrbeauftragte, 4 Fakultäten, 17 Bachelor-Programme, 15 Master-Programme und 58 Partner-Universitäten in 30 Ländern. "Die Zahl der Professoren wächst kontinuierlich, da neue Themenfelder angegangen werden", sagte Klug. Stolz ist sie, dass bereits über 6000 Absolventen in den Arbeitsmarkt in der Region integriert wurden. Rund 80 Prozent verblieben in der Region. Auch deshalb ist für Birgit Fruth die OTH ein großes Plus. "Das ist für die heimische Wirtschaft wichtig." Wer in Erlangen, Nürnberg oder München studiere, komme so leicht nicht mehr zurück.
Klug erklärte, dass 2017/18 neue Studiengänge eingeführt worden seien. Eine gewichtige Rolle spiele die Digitalisierung. 2018/19 würden zwei weitere neue Studiengänge folgen: Geoinformatik und Landmanagement sowie Mechatronik und digitale Automation. Ebenso kontinuierlich weiterentwickelt würden Studienschwerpunkte, zum Beispiel Wirtschaftspsychologie, E-Commerce und Retail Management bei Betriebswirtschaft. Fruth verwies darauf, dass E-Commerce auch an der Berufschule Sulzbach-Rosenberg ein neues Angebot ist. "Wir müssen uns als Region sehen", forderte sie. Klug pflichtete ihr bei: "Man darf nicht in Grenzen von Städten und Landkreisen denken, sondern muss die Region sehen." Birgit Fruth bedauerte, "dass viele da noch die städtischen Scheuklappen hätten". Andrea Klug erläuterte der SPD, dass Lehre und Wissenschaft die klassischen Aufgaben seien, doch auch die Forschung einen breiten Raum einnehme.
Für mehr Cyber-Sicherheit
Mit zwei Forschungsschwerpunkten sei Amberg in der Forschungslandkarte gelistet: Energie- und Ressourceneffizienz sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. "Damit sind wir weit über die Grenzen der Oberpfalz und Bayerns hinaus sichtbar", freute sich Klug. Als großen Meilenstein bezeichnete sie das Lernlabor Cyber-Sicherheit in Kooperation mit Fraunhofer Umsicht. Ausgewählt wurden dafür laut Klug sechs Hochschulen in Deutschland. "Wir sind schon stolz, dass wir die einzige in Süddeutschland sind."
Klug verkündete, dass die OTH stark in das Thema akademische Weiterbildung einsteigen werde, "nach einem Studien, nach der Berufstätigkeit oder berufsbegleitend". Gestartet worden sei in Weiden. Gerade Steuerrecht und Steuerlehre bezeichnete sie als "Perle in der Oberpfalz". Entsprechende Angebote seien auch in Amberg geplant. Ein wichtiges Thema für die Zukunft ist laut Andrea Klug auch das Kompetenzzentrum Digitaler Campus.













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