Bei der Premiere der Bauernkomödie „die Kreuzerlschreiber“ am Freitag an der Basaltwand erlebten die Besucher eine wunderbare Komödie, in der bestens gesetzte Pointen immer wieder für herzhafte Lacher sorgten. An den zwei großen Wirtshaustischen sitzen die Bauern und die jungen Burschen streng getrennt, um ihr Bier zu trinken. Mit am Tisch der Jugend, der „Steinklopfer“, der im Laufe des Stückes noch eine besondere Bedeutung gewinnt.
Da kommt auch der "Gelbhof-Bauer", der seine Bekanntschaft mit der Bedienung am liebsten verschwiegen hätte. Oberflächlich, meint er, sei das ganz gewesen. Da kommt der Großbauer von Grundldorf ins Bild, wedelnd mit einem Schriftstück, in dem die Beibehaltung christlicher Bräuche gefordert wird und das auch die Bauern unterschreiben sollen. Und weil der „Gelbhof-Bauer“ seinem Vetter, dem "Großbauern von Grundldorf" einen Gefallen tun will, macht er, wie auch die anderen Bauern, seine „Kreuzerl“ unter das Pamphlet.
Der „Steinklopfer“ kann nicht schreiben, deshalb soll er seine „drei Kreuzerln“ darunter machen. Doch der „Steinklopfer“, schlitzohrig und schelmisch, hält dem Großbauern moralische Fehler vor und unterschreibt nicht. „Wir bleiben unseren alten Bräuchen treu“, tönt der Großbauer nochmals. Dann nimmt das Unheil seinen Lauf: In der Küche der Wirtschaft unterzeichnen die Bauern das Schriftstück.
Der „Gelbhof-Bauer“ fühlt sich auf seinem Hof immer recht stark, so lange seine Frau Josefa nicht daheim ist. Kommt sie, verschwindet sogar die Zigarre in der Schublade und er wird zahm wie ein Lamm. Die „Kreuzerl“ unter das Schreiben bleiben nicht ohne Folgen: Hochwürden hat den Frauen nahegelegt, in einen Ehestreik zu treten und die Männer zu Buße nach Rom zu schicken.
Die kommen ins Grübeln: Trockener Humor ist angesagt, der alte Brenninger (Martin Lang) ist verzweifelt, dass sein Annemirl von ihm nichts mehr wissen will. Ein kurzer Rückblick zu den Bier trinkenden Bauern und der alte Brenninger wird nicht mehr gesehen. Mit einer Rauferei endet der Umtrunk, als die jungen Burschen die alten Bauern spöttisch aussingen. Da gibt es beim „Gelbhof-Bauern“ eine Überraschung: Sternhagel voll klopft er an das Fenster vom ehelichen Schlafzimmer und darf durchs Fenster einsteigen.
Christian Höllerer inszenierte „die Kreuzerlschreiber“ mit geschickter Hand und wählte die richtigen Schauspieler für die entsprechenden Rollen aus. Vor allem aber gelang es gerade mit den jungen Burschen, auch dem Nachwuchs des Basalttheaters die Bühne näherzubringen. Für die Musik sorgten Wolfgang Fischer (Tuba), Alfons Steiner, Akkordeon und Stefan Schwarzmeier, Trompete.



















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