Für den Erhalt der Sicherheit in Europa zur Fortsetzung des seit 70 Jahren andauernden Friedens sieht Ismail Ertug die Europäische Union in der Pflicht. Das könne nur gelingen, wen sich die EU gemeinsam darum kümmere und sich nicht auf US-Präsident Trump verlasse. Ortsvorsitzender Berthold Kellner freute sich über 25 Gäste im "Parksteiner Hof".
Ertug forderte, dass Rechtspopulisten bei dieser Wahl sowenig Niederschlag finden wie möglich. „Wer nicht zur Wahl geht, wählt indirekt die Rechten“.
Ertug befasste sich ausführlich mit dem Brexit. Bei der Volksabstimmung hätten sich viele Jugendliche nicht beteiligt. "Jetzt haben rechtspopulistische Gruppen das Ruder an die Hand gekriegt." Der Europaabgeordnete bat eindringlich den Begriff „EU“ nicht als Pauschalbegriff zu verwenden, sondern sich zu verinnerlichen, dass dazu das Parlament, der Rat und die Kommission gehören.
In die Europawahl würden nationale Themen eingeschlossen, räumte Ertug ein. Deshalb ruhe die Hoffnung auf Arbeitsminister Hubertus Heil und dessen Gesetzesvorschlag für eine Grundrente noch vor dem Wahltermin. "Davon kann die SPD profitieren." Er sprach bei einer Verwirklichung von einem Signal für die gesamte Europäische Union.
Ertug plädiert für Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in der EU, der 60 Prozent des jeweiligen nationalen Durchschnittseinkommens betragen müsse. Weitere Forderung ist eine Jugendgarantie zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Ausland. Dafür habe die EU sechs Milliarden Euro bereitgestellt. Ziel sei es, Jugendlichen unter 25 Jahren einen Arbeitsplatz zu sichern.
Klima und Umwelt seien keine grünen Themen, betonte Ertug. Den Grünen bescheinigte er bestens in der Opposition zu arbeiten, in Koalitionen würde die Partei geräuschlos mitregieren. Ertug prognostizierte den Grünen weitere Verluste in Europa. "Daran ändert auch der derzeitige Hype in Deutschland nichts."














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