Parkstein
15.12.2019 - 13:47 Uhr

Gemeinde als ein grüner Leuchtturm

Der Unternehmer Martin Völkl von den Grünen fordert Bürgermeisterin Tanja Schiffmann heraus. Völkl sagt: „Wer, wenn nicht wir Parksteiner, soll eine Vision haben, wie es besser geht?“ Eine „der besten Gemeinden der Welt“ wolle man werden.

Bürgermeisterkandidat Martin Völkl (Siebter von links) und sein Kandidatenteam: Sie treten an, um nichts weniger als die Erde als Paradies zu erhalten, „einen Ort, an dem alles für jeden möglich ist“. Bild: eig
Bürgermeisterkandidat Martin Völkl (Siebter von links) und sein Kandidatenteam: Sie treten an, um nichts weniger als die Erde als Paradies zu erhalten, „einen Ort, an dem alles für jeden möglich ist“.
Martin Völkl und Landtagsabgeordnete Anna Tomann; der 37-Jährige möchte Bürgermeister „einer der besten Gemeinden der Welt“ werden. Bild: eig
Martin Völkl und Landtagsabgeordnete Anna Tomann; der 37-Jährige möchte Bürgermeister „einer der besten Gemeinden der Welt“ werden.

Völkl wird von den 14 Stimmberechtigten mit 100 Prozent nominiert, ebenso die Gemeinderatskandidaten. Martin Völkl (37), Kassier des Grünen-Ortsverbandes, erläutert im „Bergstüberl“ seine Gründe für die Kandidatur. Der verheiratete Vater von zwei Kindern, Inhaber einer kleinen, überregional agierenden IT-Firma, hat eigenen Worten zufolge nicht nur die eigene Gemeinde im Blick, sondern den Planeten. Den will er wie auch die Grünen-Gemeinderatskandidaten für die Nachkommen als das erhalten, was er sei: „Das Paradies, das wir von ihnen (den Kindern und Enkeln, Anm. d. Verf.) und Gott geliehen haben, einen Ort, an dem alles für jeden möglich ist.“

Das unterscheide die Grünen von anderen, die vorwiegend verwalteten oder kopierten, sagt Völkl. Seine Partei habe „eine echte Vision, wie es besser geht“.

Völkl bittet denn auch, nicht für ihn selbst in den Wahlkampf zu gehen, sondern „für alle Menschen dieses Planeten“, für Nächstenliebe ohne Ausgrenzung und für die nachfolgenden Generationen. Seine Generation sei diejenige, die es noch in der Hand habe, wohin die Reise gehe.

"Wir sind nicht irgendwer"

Es sei freilich nicht einfach, als kleine Kommune Einfluss zu nehmen auf diese globalen Zusammenhänge. Aber: „Wir sind nicht irgendwer, wir sind Parkstein.“ Wer, wenn nicht eine relativ reiche Gemeinde wie Parkstein solle vorangehen und den Weg weisen in eine bessere Zukunft. Ein Leuchtturm könne man sein in Zeiten der Unsicherheit und Angst. Völkl zeigt sich sicher: „Wir haben die Mittel, wir haben die Chancen, eine der besten Gemeinden der Welt zu werden.“ Der Grünen-Kandidat ruft dazu auf, Vorbild zu sein für Bayern, Deutschland, Europa, die Welt. „Wir haben das Potential.“

„Mut zum Besseren“ ist das Programm des Ortsverbandes zur Kommunalwahl überschrieben. Es enthält unter anderem Forderungen wie: Tempo 30 auf Hauptstraßen in Abstimmung mit dem Landkreis, Fußgängerüberwege an Weidener Straße/Schulstraße und Pressather Straße/Birkenweg, Sperrung der Ortsdurchfahrt für den Schwerlastverkehr, Ausbau einer zuverlässigen, kostenfreien und flexiblen Nachmittags- und Ferienbetreuung für Kinder durch die Kommune, eine autarke Gemeinde mit 100 Prozent erneuerbaren Energien, Aufbau eines kommunalen Glasfasernetzes, Intensivierung der Bemühungen um den Erhalt bestehender und die Ansiedlung neuer Unternehmen, Bemühungen um den Erhalt der Gaststättenkultur am Ort, Förderung von klimafreundlichen Bau- und Modernisierungsvorhaben durch unbürokratische und kostengünstige kommunale Darlehen, Ausbau eines wöchentlichen Einkaufsservices für Ältere.

Die Kandidaten der Grünen in Parkstein:

1. Martin Völkl; 2. Sonja Reichold; 3. Max Hausner; 4. Lydia Frimberger; 5. Franz Hofmann; 6. Tanja Neumann; 7. Hans Dütsch; 8. Nicole Weiß; 9. Harald Neumann; 10. Viktoria Solfrank; 11. Alfred Neumann; 12. Christine Pausch; 13. Patrick Weiß; 14. Maria Zimmermann. Ersatzkandidaten: Ruth Reichl, Jürgen Reichold. Das Frauenstatut der Partei, demzufolge eine Frau die Liste anführen müsste, wurde übereinstimmend aufgehoben, um dem Bürgermeisterkandidaten den ersten Platz zu ermöglichen. Die Listenplätze werden doppelt besetzt, um die Liste zu füllen. (eig)

 
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