17.01.2020 - 16:21 Uhr
ParksteinOberpfalz

Kataster: Straßen in Parkstein in gutem Zustand

Erst der Untergrund, dann die Oberfläche. Nach dem Kanalkataster lässt der Markt Parkstein einen Straßenkataster erstellen. Die meisten Strecken sind gut in Schuss. Und für die schlechteste Straße ist Abhilfe in Sicht.

Die Bergstraße gilt noch als die Straße mit dem schlechtesten Zustand in Parkstein. Eine Sanierung ist geplant.
von Ernst FrischholzProfil

Ein Straßenkataster analysiert den Zustand der 19 Kilometer Ortsstraßen und 25 Kilometer Strecken außerorts im Detail und zeigt Handlungsbedarf. Der in einem Zehnjahresplan zusammengefasste Straßenkataster beleuchte die Infrastruktur und gebe zeitliche Vorgaben, welche Straße wann ausgebessert oder gar neu gebaut werden müsse. So leitete Bürgermeisterin Tanja Schiffmann in der Gemeinderatssitzung einen Vortrag von Markus Münchmeier vom Büro Münchmeier & Eigner ein.

Es gelte, den Zusammenhang mit der Kanalisation zu sehen, die mit einem Kanalkataster analysiert werde. Es sei schließlich unsinnig, eine Straße zu sanieren, wenn man nicht weiß, was darunter liegt. Münchmeier zeigte die Ergebnisse der Bestandsaufnahme aller Straßen aus der Luft und per Begehung. So wurden Risse, Nahtstellen sowie auch Schadstellen im Straßenverzeichnis katalogisiert.

Die Zustandsbewertung ist in sechs Klassen eingeteilt. Diese beginnen beim Zustand "neu" und reichen bis "stark beschädigt" oder "zerstört". Erfasst in diesem Werk sind auch 1217 Laub- und 119 Nadelbäume. Das Ergebnis dieses Berichts ist durchaus positiv. Lediglich bei zwölf Prozent der Straßen besteht demnach Handlungsbedarf. Der Rest ist in Ordnung. Die Straße im schlechtesten Zustand sei die Bergstraße. Sanierungsbeginn ist aber laut Haushaltsplan noch dieses Jahr.

Bürgermeisterin Schiffmann bezeichnete die positive Analyse als hilfreiches Instrument, um kontinuierlich die Straßen in einem guten Zustand zu halten. So sei auch ein planvolles Vorgehen für den Bauhof möglich. Im Zuge der Baumaßnahmen für die Ortsdurchfahrt Schwand bekommt der Ortsteil auch eine neue Straßenbeleuchtung. Bürgermeisterin Schiffmann legte drei mögliche Varianten des Bayernwerks vor. Dazu kam vom Ortssprecher Philipp Konz die Information, dass sich die Schwander Bürger für die „Trilux-Leuchte“ ausgesprochen hätten. Die sollen sie kriegen, sagte die Gemeindechefin, denn sie müssten sich ja auch von diesen beleuchten lassen. Es handelt sich um 27 Lampen, von denen jede 713 Euro koste. Der Marktrat sprach sich einstimmig dafür aus.

Die Markträte stimmten auch für die Beantragung von Fördermitteln in Höhe von 50000 Euro für den Glasfaseranschluss des Rathauses, der laut Ermittlung 72000 Euro kosten wird. Dem Gremium lag zudem ein Bauantrag auf Umbau eines Geschäftsgebäudes (früherer Bauhof) vor. Dort soll eine Physiotherapiepraxis eingerichtet werden. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

Die Bergstraße in Parkstein.

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