07.08.2019 - 12:20 Uhr
ParksteinOberpfalz

Kindergarten öffnet sich

Der Kindergarten St. Pankratius stieß immer wieder an seine Kapazitätsgrenze. Die daraus resultierende Regelung ist nun aber hinfällig.

von Walter BeyerleinProfil

Im Kindergarten St. Pankratius wurde in den letzten Jahren oftmals die Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb gab es die Entscheidung, Kinder ohne Wohnsitz in Parkstein, nicht in die Einrichtung aufzunehmen. Das hat sich jetzt geändert. Zehn freie Kindergartenplätze stehen nach den Berechnungen der Kindergartenleitung und der Kirchenverwaltung zur Belegung zur Verfügung. Die Kirchenverwaltung hat daher grünes Licht gegeben, aufgrund der neuen Situation auch Kindern mit Wohnsitz der Eltern außerhalb des Marktes Parkstein eine dauerhafte Betreuung anzubieten.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann sieht nach ihrer Erklärung in der Marktratssitzung dieses Entgegenkommen kritisch, wenn freie Plätze mit „fremden“ Kindern aufgefüllt werden. Würden Kinder im Alter von drei Jahren in den Kindergarten aufgenommen werden, sei damit ein dreijähriger Aufenthalt bis zur Einschulung verbunden. Nicht vorhersehbar sind für die Bürgermeisterin auch die Aufnahme von Kindern, deren Eltern ihren Wohnsitz nach Parkstein verlegen oder hier ein Eigenheim errichten. Klares Plädoyer von Schiffmann: eine freie Kapazität für derartige Fälle sollte erhalten bleiben.

Im Gespräch mit der Kinderhausleiterin Jutta Kellner-Schreml sei eine gangbare Lösung gefunden worden, berichtete Schiffmann. Die Hälfte der freien Plätze könne „nach Außen“ vergeben werden. Eine Entscheidung über die Regelung der Vergabe freier Plätze solle alljährlich neu erfolgen.

Die Bürgermeisterin wies klar auf die rechtliche Situation hin: Der Markt Parkstein hat im Kinderhaus St. Pankratius keine Entscheidungsbefugnis, sondern kann nur Empfehlungen an die Kirchenverwaltung geben.

Mit der jetzigen Regelung ändere sich auch der „Personalschlüssel“ nicht, erklärte Schiffmann und beantwortete damit eine entsprechende Frage von Markträtin Sonja Reichold.

Der Marktrat beschloss einstimmig, die Empfehlung an die Kirchenverwaltung zu geben, die freien Plätze nicht vollständig, sondern nur zur Hälfte mit Kindern von außerhalb des Gebietes des Markts Parkstein zu belegen und Kindern den Vorzug zu geben, von denen ein Elternteil im Markt Parkstein arbeitet.

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