Parkstein
11.08.2026 - 16:41 Uhr

Markt Parkstein nimmt nach Rasern nun auch Falschparker ins Visier

Eine fast unglaubliche Zahl: Der Markt Parkstein bekam im Jahr 2025 Bußgelder von Schnellfahrern in Höhe von 27.000 Euro. Geblitzt wird weiterhin, nun geht es auch Falschparkern an den Geldbeutel.

Parkzeitbegrenzungen, wie hier etwa am Marktplatz, werden oftmals in Parkstein nicht eingehalten Bild: Ernst Frischholz
Parkzeitbegrenzungen, wie hier etwa am Marktplatz, werden oftmals in Parkstein nicht eingehalten

Aufgrund von Geschwindigkeitskontrollen durch die Kommunale Verkehrsüberwachung in Parkstein sind dem Markt im Vorjahr 27.000 Euro netto an Bußgeldern zugeflossen. Das war in der Marktgemeinderatssitzung dem Bericht zum Jahr 2025 des Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses, Martin Bodenmeier, zu entnehmen. Da hiervon schon die Verwaltungskosten der Verkehrsüberwacher abgezogen sind, dürfte das tatsächlich von den Autofahrern entrichtete Bußgeld bei rund 40.000 Euro liegen. Für die Verkehrsüberwachung zahlt Parkstein 35.000 Euro im Jahr an den Zweckverband in Amberg.

Im Markt rückt nun der „ruhende Verkehr“ in den Fokus, da es mit der Parkmoral in bestimmten Bereichen nicht zum Besten bestellt zu sein scheint. Daher wurde in der Sitzung aufgrund eines Antrags der Bündnis-90/Die-Grünen-Fraktion über die Erweiterung der kommunalen Verkehrsüberwachung auf den „ruhenden Verkehr“ gesprochen. Bürgermeister Reinhard Sollfrank sah aus Gesprächen in vorherigen Sitzungen einen breiten Konsens hierfür im Gremium. Der Rathauschef führte weiter aus, dass man im Falle einer Zustimmung mit dem Zweckverband einen Termin vereinbaren werde. „Wir wollen hier schon Vorgaben machen, wo und wie oft hier Kontrollen stattfinden sollen.“ Dabei solle der Fokus nicht auf den Wohnstraßen liegen, in denen einmal ein Anwohner oder Besucher parke. Sollfrank nannte hier neuralgische Punkte wie etwa den Marktplatz, den Friedhof und die Neustädter Straße sowie auch Am Burggraben in der Nähe des Ärztehauses.

„Wir müssen trotzdem darauf achten, dass auch Leute in Parkstein mal länger parken können als nur die ausgewiesenen Parkzeiten“, fügte Marktrat Bodenmeier an. Auch Hans Wittmann ging es um die Dauerparker in zeitlich begrenzten Parkzonen und um das Parken in der Schulstraße auf den Gehstreifen. Einstimmig fiel der Beschluss, dass der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung mit der Kontrolle des ruhenden Verkehrs mit einer erst einmal fünfstündigen Überwachungsdauer im Monat beauftragt wird.

Schülerbeförderung

Einstimmig beschlossen die Räte zudem, für das Schuljahr 26/27 wieder einen Fahrtkostenzuschuss für die Schülerbeförderung gemäß den Richtlinien zu gewähren. Die Förderung von 50 Prozent der Fahrtkosten wird für Schüler ab der elften Jahrgangsstufe im öffentlichen Nahverkehr gewährt.

Büchereisiegel

Erfreulich nannte Bürgermeister Sollfrank die Tatsache, dass der Gemeindebücherei wieder das „Büchereisiegel“ verliehen wurde. Das sei eine Qualitätsauszeichnung.

Heckenschnitt

Nicht erfreulich sei für ihn als Bürgermeister jedoch die Moral einer Reihe von Hausbesitzern, die auf ihrem Grundstück wachsende Hecken nicht zurückschnitten. Diese überwüchsen Gemeindegrund und auch Gehwege.

Schlagabtausch

Die Sitzung endete mit einem Schlagabtausch, in dem Markus Scheidler-Diertl den Zweiten Bürgermeister Josef Langgärtner maßregelte, dass dieser in sozialen Medien von „Antimenschen“ in Parkstein gesprochen habe. Dies sei für einen Zweiten Bürgermeister untragbar. Dieser stellte heraus, dass in den hier besagten Äußerungen ganz klar definiert sei, welche Leute gemeint seien. Er habe mit dieser Aussage auf Verleumdungen reagiert. Bürgermeister Sollfrank beendete schließlich den Schlagabtausch.

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