30.04.2019 - 12:06 Uhr
ParksteinOberpfalz

Minipony Queeny als Königin der Herzen

Könnte Queeny sprechen, würde sie sagen: "Ich bin doch schon ganz groß." Das stimmt auch. Das vier Wochen alte Minipony ist bereits 50 Zentimeter hoch, 80 werden es maximal. Die Herzen lässt das Kleine bereits höher schlagen.

Wer hat denn schon einmal ein Pferd hochgehoben? Wolfgang Hümmer macht das regelmäßig. Sein Minipony-Fohlen Queeny wiegt auch nur rund 20 Kilogramm.
von Sophie MennerProfil

Werbung lügt anscheinend nicht immer. Zumindest im Bezug auf Miniponys scheint der Spot eines großen Versandhandels gar nicht Unrecht zu haben. Große Pferde haben Angst vor kleinen, beziehungsweise vor richtig kleinen: so klein wie Queeny eben.

Das Fohlen eines Miniponys jagt seinen Artgenossen einen ganz schönen Schrecken ein. "Die anderen Pferde liefen anfangs auf der Koppel davon. Sie wissen gar nicht, was sie mit Queeny anfangen sollen", sagt Besitzer und Pflegepapa Wolfgang Baier-Hümmer. Und dabei liebt es Queeny doch, auf den grünen Wiesen der KJ Ranch in Hagen zu toben. Einmal aus dem Stall, ist der kleine Wirbelwind kaum mehr aufzuhalten. Sie springt, tobt und stolpert ab und zu auch einmal. Inzwischen haben sich die "großen" Pferde zumindest an die Artgenossin gewöhnt.

Minipony Queeny hat das "Herz" am rechten Fleck.

Wolfgang Hümmer steht allerdings noch vor einem anderen Problem. "Momentan können wir Queeny noch gar nicht allein auf die normale Koppel lassen. Sie würde einfach zwischen den Zaunlatten durchsteigen." Das würde dann auch Queenys Mutter Urmel nervös machen, die gerne weiß, wo sich ihr Sprössling aufhält.

Wolfgang Hümmer und seine Frau Sybille Baier-Hümmer haben die Minipony-Dame Urmel zur Geburt ihres Sohnes gekauft. "Ich sage immer, kleine Kinder brauchen kleine Pferde", so Hümmer, der schon seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun hat. Anfangs zog Urmel den Sohn noch im Bollerwagen durch die Gegend. Heute sitzt der Zweijährige schon auf dem Rücken der Stute.

Und wie kam es nun zu Queeny? "Ganz einfach", lacht Wolfgang Hümmer. "Was schenkt man einer Frau, die schon alles hat?" Zum Geburtstag bekam Sybille Baier-Hümmer die Deckung des Miniponys.

"Normalerweise sind Schwangerschaften bei den Ponys sehr schwierig, da die Fohlen im Verhältnis zur Mutter sehr groß sind. Aber Urmel hat das alles ganz alleine geschafft", so Hümmer. Als er vor vier Wochen am Morgen zum Stall kam, sei Queeny bereits auf der Welt gewesen. Schwierigkeiten habe nur der Tierarzt bei der ersten Untersuchung gehabt. Er wollte sich nicht flach auf den Boden legen, um das Kleine zu untersuchen. "Ich hab' sie dann einfach hochgehoben", sagt der Pferdebesitzer. "Wer kann schon von sich behaupten, er hätte schon einmal ein Pferd gehoben?"

Keine 24 Stunden nach der Geburt wollte Queeny dann die Welt erkunden. "Sie ist total wissbegierig und super neugierig", erzählt Hümmer. Das sei ungewöhnlich. Viele Fohlen blieben erst einmal bei der Mutter.

Kaum aus dem Stall kann es der kleine Wirbelwind kaum abwarten, bis er endlich toben darf.

Auch wenn Queeny nicht im Fernsehen auftritt, wie ihre Artgenossen aus dem Werbespot, so ist sie trotzdem ein Star. "Jeden Tag kommen Leute vorbei und machen ein Foto. Ihre Geburt hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Wir sollten anfangen Eintritt zu verlangen." Vor zwei Wochen war sogar ein Kindergarten zu Besuch. Mit Kindern umgehen, das könne Queeny. "Sie hat sich mit den Kindern in den Sandkasten gesetzt und stand beim Schaukeln immer dabei." Das könne sie von ihrer Mama geerbt haben. Urmel lebte früher auf einem Kinderponyhof. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Queeny das 'Herz' am rechten Fleck hat: Das Minipony hat eine weiße herzförmige Verfärbung im Fell auf der linken Schulter.

Die anderen Fohlen werfen neugierige Blicke auf Queeny und Mama Urmel. Ganz geheuer ist ihnen dieses Minipony nicht.

Queeny liebt es nicht nur zu spielen, auch vom Kuscheln kann sie nicht genug bekommen. "Neulich habe ich mich im Stall auf den Boden gesetzt. Dann kam sie angelaufen und hat sich einfach in meinen Schoß gelegt und wollte gestreichelt werden", sagt der Pferdebesitzer. "Unser Hund ist größer als das Fohlen. Da weiß man gar nicht mehr, wer eigentlich das Haustier ist." Aber Queeny ist doch gar nicht klein, sondern nur auf das Beste reduziert.

Queeny ist ein richtiges ‚Schmusepony‘. Streicheleinheiten von ihrem Besitzer Wolfgang Hümmer kann das Minipony nicht genug bekommen.
Locken und lange Wimpern: Das Minipony Queeny weiß, wie es seine Besitzer um die Finger wickelt.
Was ist denn das? "Normale" Pferde können nur wenig mit dem Minipony Queeny anfangen. Es ist ihnen einfach zu klein.
Auch mit Mama Urmel schmust das vier Wochen alte Mini-Pony gerne. Hier in Hagen bei Parkstein sind die beiden zu Hause.
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