13.10.2020 - 12:02 Uhr
ParksteinOberpfalz

Neue Urnengrabanlage für Parkstein

Der Markt Parkstein errichtet im gemeindlichen Friedhof eine neue Anlage mit 80 Urnengräbern. Einstimmig nahm der Marktgemeinderat die Planung des Künstlers Erwin Otte, Kreuth, an. Bepflanzungen soll es nicht geben

Das Kreuz in der Mitte, die Urnengräber im Kreis angeordnet. So stellt sich der Künstler Erwin Otte die neue Urnengrabanlage im Parksteiner Friedhof vor und erhielt dafür die Zustimmung des Marktgemeinderates.
von Walter BeyerleinProfil

Die Kosten für die neue Grabanlage dafür belaufen sich auf 93.000 Euro. Die Bauzeit im kommenden Frühjahr wird laut Otte maximal drei Wochen dauern.

Die Urnengräber im Parksteiner Friedhof beschäftigten den Marktgemeinderat nicht nur in dieser Wahlperiode. Bereits der vorhergehende Marktgemeinderat hatte sich mit der Erweiterung der Urnengrabanlage befasst..

Der Künstler Erwin Otte, preisgekrönter Kunstmaler und Bildhauer, erklärte dem Gremium, sich seit seiner Jugend mit Urnenanlagen befasst zu haben. Er habe erkannt, dass die Friedhöfe "lebendiger" werden müssen. "Ein Friedhof braucht eine Zukunft." Im Parksteiner Friedhof müsse zur bestehenden Urnenstelenanlage ein Gegenstück geschaffen werden, das keinen Druck auf den Betrachter ausübe, erklärte der Künstler.

Bei der neuen Anlage Ottes ist ein liegendes Kreuz überzogen mit von ihm selbst gebranntem Glas der Mittelpunkt. Mit dem Kreuz solle die Verbindung vom Himmel zur Erde symbolisiert werden. Ausführlich erläuterte Otte die Gestaltung der Anlage, bei der jeweils ein Urnengrab mit einer 20 Kilogramm schweren Granitplatte abgedeckt wird. Später sei die Anlage um 60 bis 70 Urnengräber erweiterbar. Das natürliche Gefälle im Friedhof gleicht Otte aus, so dass die Urnengrabanlage ebenerdig und über einige Stufen vom oberen Teil des Friedhofes erreichbar sein wird.

Dennoch ist eine Barrierefreiheit bei der neuen Urnengrabanlage gewährleistet. Ausdrücklich betonte der Künstler, dass eine Bepflanzung der Urnengräber nicht vorgesehen ist.

Bürgermeister Reinhard Sollfrank nannte die Planung durchdacht, die Urnengrabanlage auch dringend notwendig. Hinsichtlich der Bepflanzung wies das Marktoberhaupt daraufhin, dass auch im alten Teil des Friedhofs künftig die Friedhofsordnung umgesetzt werde.

Einstimmig stimmte der Marktgemeinderat der Planung und deren Umsetzung durch Erwin Otte als Generalunternehmer zu. Die Kosten belaufen sich auf 93.000 Euro zuzüglich 7 Prozent Mehrwertsteuer.

In Eschenbach gibt es seit kurzem einen Naturfriedhof

Eschenbach
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