Parkstein
21.06.2018 - 15:51 Uhr

Ökokonto und Problem-Feuerwehr

Es steht fest: Die Ortsdurchfahrt Schwand wird saniert. Das beschließen die Mitglieder des Marktgemeinderates. Auch der Naturschutz ist bei der Versammlung ein Thema.

Die Ortsdurchfahrt im Ortsteil Schwand soll nach Vorschlag der CSU-Marktratsfraktion und dem einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates saniert werden. Beyerlein, Walter [BEY]
Die Ortsdurchfahrt im Ortsteil Schwand soll nach Vorschlag der CSU-Marktratsfraktion und dem einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates saniert werden.

(bey) Bürgermeisterin Tanja Schiffmann soll nun den Planungsauftrag für die Sanierung erteilen. Eine absolute Neuheit im Markt Parkstein ist das geplante kommunale Ökokonto. Es soll für "naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen" genutzt werden.

Zu Beginn der Marktgemeinderatssitzung informierte Schiffmann über die Verkehrssituation am Marktplatz. Bei einer ersten Verkehrsschau mit der Polizei habe sich ergeben, dass das Parken nur noch in ausgewiesenen Stellflächen möglich wäre, wenn ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich ausgewiesen werden würde. Höchstgeschwindigkeit wäre in diesem Fall 20 km/h. Schiffmann ergänzte, dass "für Geschäfte am Marktplatz die Parkmöglichkeiten für die Kunden wichtig sind". Das gelte auch für die Besucher der Gottesdienste in der St.-Pankratius-Kirche. "Bei einer Neuregelung könnten nicht einmal die Hälfte der üblichen Autos abgestellt werden." Aus diesem Grund machte sie sich am 14. Juni zu einer erneuten Ortsbesichtigung mit der Polizei auf. Dabei kamen die Verantwortlichen zu dem Ergebnis, die bisherige Situation nur geringfügig zu ändern. Endgültig wird sich der Marktrat in seiner Sitzung am 16. Juli mit dem Thema befassen.

Linde im April noch "gut"

Beim Unwetter am vergangenen Montag erlitt die Linde in Schwand erheblichen Schaden. Nachdem es sich um ein Naturdenkmal handelt, muss die Untere Naturschutzbehörde informiert werden, bevor "etwas gemacht werden kann". Noch im April war die Linde bei einer Baumkontrolle "für gut" befunden worden, sagte Schiffmann. Einstimmig akzeptierte das Gremium die Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt zur Errichtung der Ortsstraßeneinmündung aus dem Baugebiet "Schmiedpoint" in die Kreisstraße NEW 24. Der Auftrag für die Ausbesserungsarbeiten am Marktplatz - unter anderem die Neuverlegung des Kleinpflasters und die Neuverfugung der Pflasterfläche- wurde der Firma Mark aus Püchersreuth für 7320 Euro erteilt. Die CSU-Fraktion hat am 30. April den Antrag auf "Einleitung der Sanierung der Ortsdurchfahrten" im Ortsteil Schwand eingereicht. Bei der Planung sollen die Bürger des Ortsteils Schwand mit einbezogen werden. Als erster Schritt wäre laut CSU-Antrag der Planungsauftrag zu erteilen. Der Marktgemeinderat stimmte dem Vorschlag der CSU-Fraktion einstimmig zu.

Viele Reparaturen

Die Feuerwehr Parkstein hat mit ihrem LF 16/20 erhebliche Probleme. Immer wieder mussten die Mitglieder das Fahrzeug reparieren lassen - damit sein wohl auch künftig zu rechnen. Das koste viel Geld. Auch die Einsatzbereitschaft leide darunter. Bereits bei drei Alarmierungen konnten die Freiwilligen nicht ausrücken, weil sie Probleme mit dem Fahrzeug hatten. Einstimmig akzeptierte der Marktrat den Vorschlag der Bürgermeisterin, am 27. Juni, 19 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus zusammen mit den Vertretern der Wehr das Problem zu besprechen. Die Wehr hat bereits ein Nachfolgefahrzeug auserkoren: Ein HLF 20. Die Kosten: rund 400 000 Euro. Der Freistaat Bayern würde sich mit einem Zuschuss von 119 000 Euro beteiligen. Der Markt wird bereits vor möglicher Ausweisungen von Bau- und Gewerbegebieten Vorratsflächen anlegen und diese in ein "Öko-Konto" einstellen. Geschäftsleiter Matthias Kneidl erklärte das Konzept. Bisher führt der Markt nur ein Ökoflächenkataster. Die Grundstücke im "Öko-Konto" werden mit drei Prozent in zehn Jahren verzinst. Das bedeutet eine entsprechende Ersparnis bei der Bereitstellung der Grundstücke. Für das "Öko-Konto" stehen sofort 1980 Quadratmeter zur Verfügung.

Außerdem verfügt Parkstein über eine Waldfläche bei Schönreuth, eine Weiherkette bei Bärnau und zwei Wiesenflächen bei Wilchenreuth. Dort müssen Sträucher gepflanzt werden. Wichtigster Aspekt des "Öko-Kontos": Landwirtschaftliche Flächen müssen nicht als Ausgleichsflächen zu Verfügung gestellt werden.

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