15.09.2021 - 09:58 Uhr
ParksteinOberpfalz

Parkstein weist kleines Baugebiet aus

Klein, aber fein. Parkstein erhält ein neues Baugebiet. Sechs Parzellen werden an der Weidener Straße angeboten.

Die Grünfläche wird das neuen Baugebiet "Grün – Weidener Straße" . Der Radweg (links) wird zur Weidener Straße (rechts) hin verlegt. Künftig wird es dort dann einem gemeinsamen Geh- und Radweg geben. Außerdem wird auf der Straßenseite entlang der neuen Häuser ein Parkstreifen angelegt. Die Bewohner der Häuser haben einen Blick auf die Bergkapelle (rechts, hinten).
von Walter BeyerleinProfil

„Es ist ein kleines, aber hochinteressantes Baugebiet, eine schöne Ergänzung zum Baugebiet „Grün“ und gewährt von allen Grundstücken aus den Blick auf die Bergkapelle“. Mit diesen Worten lobte Architekt Josef Schöberl das neue kleine Baugebiet „Grün - Weidener Straße“ mit seinen sechs Bauparzellen und einer Bruttobaufläche von 4300 Quadratmetern.

Dieses kleine neue Baugebiet wird als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen. Ausdrücklich wies Architekt Josef Schöberl daraufhin, dass keine Ausgleichsflächen auszuweisen sind. Die Bauparzellen werden im Durchschnitt 545 Quadratmeter groß sein. Das der Zufahrt zum Baugebiet „Grün“ nächstgelegene Grundstück wird über die Zufahrt zu diesem Baugebiet erschlossen, die Bauparzellen zwei bis fünf erhalten eine gemeinsame Zufahrt von der Weidener Straße aus, Parzelle sechs eine eigene Zufahrt. Weil die Verlegung der Kanalisation wegen des nur schwachen Gefälles Probleme bereitet, wird ins Auge gefasst, die Grundstücke über einen Kanal beim Amselweg zu entwässern. Als zwingend wird der Bebauungsplan Flachdächer bei den Garagen, auch den Carports, vorschreiben. Die Dachrichtung ist dem Bauherrn freigestellt. Festgeschrieben wird auch die Regenwasserrückhaltung auf den Grundstücken mit Zisternen mit einem Inhalt zwischen 6000 und 8000 Liter. Photovoltaikanlagen können laut Josef Schöberl nicht vorgeschrieben werden. Die Wohnhäuser werden aus Erdgeschoss und einem Obergeschoss bestehen.

Probleme bereitet momentan ein Überbau auf dem Grundstück Amselweg 1, der angeblich von einem der Vorgänger von Bürgermeister Reinhard Sollfrank genehmigt worden sei. Würde das überbaute Grundstück vom Markt Parkstein abgelöst oder verkauft werden, wird nach Meinung des Bürgermeisters damit ein Präzedenzfall geschaffen, weil es Überbauten über gemeindliche Grundstücke öfters gibt. Damit wird sich der Marktgemeinderat bei einer Ortsbesichtigung befassen.

Bürgermeister Reinhard Sollfrank kündigte an, dass das Ortsschild Richtung Weiden verschoben wird. Dem habe die zuständige Polizei bereits zugestimmt, auch wenn nur eine einseitige Bebauung vorhanden ist.

Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat die Entscheidung über die Aufstellung des Bebauungsplanes bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse im Bereich Amselweg 1 und zur Abklärung eines Änderungsvorschlages von Martin Bodenmeier zur Verschiebung eines geplanten Wohnhauses und damit verbundenen Wegeführung des Radweges zurückzustellen und in der nächsten Sitzung die notwendigen Beschlüsse zu fassen.

"Wir wollen blitzen" – mit diesen Worten leitete Bürgermeister Sollfrank die Aussprache zum Abschluss einer Vereinbarung mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit ein. Sonja Reichold (Bündnis90/Die Grünen) plädierte für einen Beitritt. Mit den Worten "auf alle Fälle" untermauerte die Markträtin ihre Befürwortung, die sie mit den nicht beachteten Appellen "an die Leute" zur Verminderung der Geschwindigkeit im ort begründete. "Die Vernunft ist wohl nur über den Geldbeutel zu erreichen", vermutete Reichold.

Sollfrank erklärte, dass ein kostenfreier Beitritt zum Zweckverband frühestens zum 1. Januar 2022 möglich sei. "Wir entscheiden aber auch, wir lange wir da drin bleiben", meinte das Marktoberhaupt salopp. Wichtig sei nur, die Bürger, vor allem auch die örtlichen Firmen, rechtzeitig über den Einsatz der Blitzer zu informieren.

Heinz Rast (CSU) sieht mit dem Einsatz der Verkehrsüberwachung das Problem der Sicherheit der Kinder beim Übergang am Schutzengel trotzdem nicht gelöst.

Josef Scheidler (CSU) zeigte ein gewisses Mitleid mit Fahranfängern, die vielleicht wegen zu hoher Geschwindigkeit gleich wieder ihre Fahrerlaubnis verlieren könnten. Josef Langgärtner (FWG) sieht ebenso wie Tanja Neumann (Die Grünen) ein Problem im ruhenden Verkehr, wenn beispielsweise geparkte Fahrzeuge die Benutzung der Gehwege unmöglich machten.

Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Sollfrank, dass der Umfang der Verkehrsüberwachung, auch die Standorte der Blitzer, im Marktgemeinderat abgesprochen werden müssen.

Mit zwei Gegenstimmen sprach sich der Marktgemeinderat für den Beitritt zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit ab 1. Januar 2022 aus.

Wieder vertagt

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