15.11.2019 - 10:49 Uhr
ParksteinOberpfalz

Skulptur trifft Bilder

Immer wieder sucht die österreichische Künstlerin Marthe M. Leithenmayr nach Herausforderungen. Die neusten Ergebnisse sind jetzt im Steinstadel in Parkstein zu sehen.

Marthe M.Leithenmayr (rechts) erläutert Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Museumsleiterin Regina Kiermeir (von links) die Verbindung zwischen dem Wächter und dem Feuer des Vulkans (Gemälde).
von Johann AdamProfil

Dort wurde die Ausstellung festlich eröffnet. Unter der Überschrift „Artverwandt“ präsentiert "Marthe" neben Bilder erstmals auch Skulpturen. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann erzählte in der Vernissage, dass auch ihr Bürgermeisterzimmer mit Kunst von Marthe ausgestattet sei. So sei die Idee zu dieser Ausstellung geboren worden.

Kunsthistorikerin Silke Winkler sprach von einer einzigartigen Ausstellung, in der sich Bilder und Skulpturen träfen. Der Name „Marthe" stehe für Innovation und Kreativität. Während andere auf der Stelle treten würden, beschreite Marthe immer neue Wege. Sie hat Malerei und Fotografie zusammengeführt." Doch das ist ihr nicht mehr genug. "Ich brauch die dritte Dimension", meinte Marthe selbst. Das heißt, sie fertigt jetzt auch Skulpturen. Allerdings nicht allein, sondern in Kombination mit ihren Gemälden. Mit der Zusammenführung von Malerei und Bildhauerei setzt sich Marthe über alle Regeln der Kunst hinweg, hieß es. Noch heute werde in Museen darüber diskutiert, ob Bilder und Skulpturen in einem Raum gezeigt werden dürfen.

Darauf gibt die Künstlerin mit ihrer Ausstellung im Steinstadel die Antwort. Bei ihr ergibt Malerei und Bildhauerei ein harmonisches Ganzes. Die Werke stehen im Dialog miteinander. So gesellt sich ein dreidimensionaler Fisch zu einer zweidimensionalen Abstraktion. Das verbindende Element ist die Farbe.

Auch das Material kann zum Bindeglied werden. Der vor einem Vulkanausbruch präsentierte Wächter besteht aus Parksteiner Originalbasalt. Auch die anderen Stücke ergänzen sich gegenseitig. Winkler forderte die Besucher auf, den Dialog zwischen Skulptur und Malerei um ihre eigenen Gedanken zu erweitern. Für „Marthe“ war vor allem die Arbeit mit den neuen Materialien sehr spannend, neu und horizonterweiternd, wie sie den Gästen der Vernissage berichtete.

Die Ausstellung kann bis am 31. Dezember zu den Öffnungszeiten des Vulkanerlebnis Parkstein berichtigt werden.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Marthe M. Leithenmayr bei der Begrüßung der Gäste.
Lobende Worte fand Laudadorin Silke Winkler (rechts)
Aufmerksam lauschten die Gäste der Laudatio.
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