Bei dem stürmischen Wetter am Samstagnachmittag hätte es den weißen Rauschebart des heiligen Nikolaus kräftig verwirbelt, der lange rote Mantel wäre bei dem Regen so richtig schwer geworden. Der SPD-Ortsverein sagte deshalb seine Nikolausfeier am Landrichterschloss ab und beließ es beim Besuch des gütigen Mannes im Vulkanmuseum.
Ganz ohne Geschenke kam St. Nikolaus aber nicht. Er hatte die Preise für die Kinder mitgebracht, deren Ballons beim Wettbewerb am 12. August die weiteste Reise in luftiger Höhe schafften. Eines zeigte sich bei der Preisverleihung: An diesem Nachmittag herrschte deutlicher Westwind – die Ballons wurde allesamt in der Tschechischen Republik gefunden. Wo genau, das müssen Papa und Mama mit dem Nachwuchs auf der Landkarte oder im Internet herausfinden.
Der Ballon von Sophia Penndorf flog 272 Kilometer weit und wurde in Kamenice entdeckt. Dafür gab es den ersten Preis im Wert von 50 Euro. Der Ballon von Emma Zetzl schaffte es bis Nove Strasec, immerhin auch 139,5 Kilometer vom Vulkankegel entfernt. Dafür überreichte Nikolaus einen Preis im Wert von 30 Euro. In der Nähe von Plasy wurde der die Karte von Sabine Kick gefunden. Das war ein Flug von 97 Kilometer. Sie erhielt einen Geschenk im Wert von 20 Euro.
Neben diesen erfreulichen Momenten hatte der Heilige aber auch Kritik anzubringen: Die erwachsenen Besucher wollten bei seinem Besuch absolut kein Lied für ihn singen. Deshalb drohte er für das nächste Jahr die Begleitung von Knecht Ruprecht an.













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