15.10.2019 - 15:38 Uhr
ParksteinOberpfalz

Zwischen vier und fünf Metern

Eine derartige Abstimmung hat es im Marktgemeinderat Parkstein noch nicht gegeben. Darüber waren sich die Mitglieder des Gremiums nach der Entscheidung über den Umfang des Ausbaues der Straße Hammerles-Hagen-Pinzenhof einig.

Über die Breite beim Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Hammerles-Hagen-Pinzenhof gibt es höchst unterschiedliche Meinungen. Der Baumbestand (rechts) wird nach Aussage von Planer Markus Münchmeier beeinträchtigt. Links steht hinter den Bäumen noch eine Fernmeldefreileitung der Telekom.
von Walter BeyerleinProfil

In vier Durchgängen legten die Markträte Straßenbreiten und Ausbaulänge fest. Dennoch ist der Umfang des Ausbaus noch nicht in trockenen Tüchern: Der bei Verbreiterungen notwendige Grund muss noch gekauft werden. Wolfgang Schraml vermutete dafür größte Probleme und keine große Verkaufsbereitschaft.

Markus Münchmeier stellte eine frühe Planung des Straßenausbaues vor. Er berichtete über die derzeit unterschiedlichen Straßenbreiten zwischen 3 und 4,3 Metern auf einer Länge von 2,3 Kilometern. Auffallend sei auch die Breite des Banketts mit einem Meter, das auch befahren werde. Der Planer machte deutlich, dass der Baumbewuchs Richtung Pinzendorf links, von Hammerles aus gesehen, ein Thema werde und räumte zugleich ein, dass die Bäume auf der rechten Seite nicht überall erhalten werden könnten.

Nach dem letztem Anwesen in Pinzenhof führt die Straße durch den Staatswald zur Gemeindegrenze. Die dortige Situation verglich Münchmeier mit der beim Ortsteil Schwand. Eine Skizze machte deutlich, dass selbst bei einer Straßenbreite von vier Metern bei Begegnung eines Personenkraftwagens mit einem Traktor ein Fahrzeug aufs Bankett aufweichen muss. Eine Begegnung ohne Beeinträchtigung erfordere mindestens fünf Meter Breite.

Die Breite habe aber auch Auswirkungen auf die Höhe der Förderung. Bei vier Metern Breite gebe es 50 Prozent Zuschuss plus zehn Prozent Regionalzuschlag, so verringere sich bei 4,50 Meter Breite der Zuschuss auf 40 Prozent und bei fünf Metern auf 30 Prozent, aber immer mit zehn Prozent Regionalzuschlag.

Münchmeier sprach von einem übersichtlichen Straßenverlauf, so dass bei einem Ausbau auf durchgängig vier Meter die Einrichtung von Ausweichstellen zu überlegen sei. "Grunderwerb ist immer notwendig", räumte er auf Nachfrage von Georg Burkhard ein.

Martin Bodenmeier plädierte für fünf Meter bis zum Ortsteil Hagen anschließend für eine Verschmälerung. Nachdem die Zuschussgewährung für den Ausbau am letzten Anwesen endet, brachte Münchmeier die Überlegung ins Spiel, dort auch den Ausbau zu beenden. Dafür gab es aber keine Zustimmung. Jürgen Völkl votierte klar für einen Ausbau bis zur Gemeindegrenze. Josef Scheidler ist von Berufs wegen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen bestens vertraut. Er wies auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft, verbunden mit größer werdenden Gerätschaften hin und sieht fünf Meter als sinnvoll an.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann erachtet es als ausreichend, wenn auf der Straße der landwirtschaftliche Verkehr funktioniere. „Es muss keine Autobahn sein.“ Sonja Reichold sprach sich für einen Ausbau „so gering wie möglich“ aus und billigte den Bäumen eine bremsende Wirkung zu.

Für den Ausbau der Straße bis zur Gemeindegrenze im Wald verbunden mit teilweiser Rodung stimmten elf Gremiumsmitglieder, bei drei Ablehnungen. Für eine Straßenbreite von vier Metern zwischen Hagen und Pinzenhof votiertten neun Manadatsträger. Fünf waren gegen diese Breite. Für 4,50 Meter Ausbau zwischen Hammerles und Hagen plädierten fünf Markträte, neun sprachen sich für eine Breite von fünf Metern aus.

Unabhängig von dieser Abstimmung ist jetzt die endgültige Planung abzuwarten. Daraus ergibt sich auch der notwendige Grunderwerb.

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