31.10.2021 - 17:42 Uhr
ParsbergOberpfalz

Nächtliche "Invasion der Schwäne" in Parsberg: Polizei und Jäger greifen ein

Es erinnert an einen Gruselfilm: In der Nacht sitzen sie auf der Straße, werden aggressiv. Polizei und Jäger mussten wegen einer "Invasion" verwirrter Schwäne in Parsberg im Kreis Neumarkt eingreifen. Welche Rolle spielte der dichte Nebel?

Mehrere verwirrte und teils aggressive Schwäne sind in Parsberg "eingefallen".
von Tobias Gräf Kontakt Profil

Mehrere offenbar verwirrte Schwäne haben die Beamten der Polizeiinspektion Parsberg im Landkreis Neumarkt auf Trab gehalten. Laut Polizeibericht ist es dort zu "zwei nicht alltäglichen Einsätzen" am Freitagabend und Samstagmorgen, 29. und 30. Oktober, gekommen.

Gegen 22 Uhr habe ein Autofahrer gemeldet, dass auf der Staatsstraße 2660 bei Daßwang nahe Parsberg im dichten Nebel drei Schwäne mitten auf der Fahrbahn sitzen würden. "Da sich die Tiere beharrlich weigerten, die Straße zu verlassen und gegenüber den Beamten eine aggressive Haltung einnahmen, wurden ein Jäger und die Feuerwehr Daßwang angefordert", schreibt die Polizei. Mittels Netzen sei es schließlich gelungen, die drei renitenten Höckerschwäne einzufangen. Die augenscheinlich unverletzten Tiere wurden in der Nähe von Dietfurt zum dortigen Main-Donau-Kanal gebracht und wieder freigelassen.

Am Morgen geht es weiter

Doch damit endete die "Invasion der Schwäne", wie die Polizei ihren tierischen Doppeleinsatz augenzwinkernd beschreibt, noch nicht. Am Samstagmorgen ging es weiter. Gegen 8 Uhr sei ein Höckerschwan im Garten eines Mehrfamilienhauses am westlichen Ortsrand von Parsberg entdeckt worden. Auch hier gelang es den Parsberger Polizisten mit Hilfe eines Jägers das Tier mit einem Netz einzufangen. Der unverletzte Schwan wurde anschließend an der Schwarzen Laber ins Wasser gelassen.

Sichtweiten unter 50 Meter

Die Polizei gibt an, keine Ahnung zu haben, warum sich die Schwäne derart verirrt haben und weitab eines Gewässers „strandeten“. Eine mögliche Erklärung lieferten die Beamten aber dann doch: "In der Nacht auf Samstag herrschte dichter Nebel mit Sichtweiten teils unter 50 Meter." Vielleicht hatten die Tiere einfach selbst keine Ahnung mehr, wo sie überhaupt sind.

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