Paulsdorf bei Freudenberg
30.07.2018 - 16:06 Uhr

Appell an Bäcker-Gesellen: Keine Angst vor der Billig-Konkurrenz

Das Bäckerhandwerk muss sich gegen Discounter und backende Tankstellen durchsetzen: Das betonte Kreishandwerksmeister Johann Weber bei der Freisprechung der Innungen Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Schwandorf. Aber er machte auch Mut.

Freisprechung bei den Bäcker-Innungen der Region in Paulsdorf(von links): Kreishandwerksmeister Hans Weber, Dominik Birner, Jürgen Reizenstein, Lukas Hiltner, Arnold Kimmerl, Miriam Schober, Manfred Wurdack, Verena Grau, Alfred Schuller, Franziska Stamminger, Brigitte Bachmann, Wolfgang Reif und Martin Preuß. gf
Freisprechung bei den Bäcker-Innungen der Region in Paulsdorf(von links): Kreishandwerksmeister Hans Weber, Dominik Birner, Jürgen Reizenstein, Lukas Hiltner, Arnold Kimmerl, Miriam Schober, Manfred Wurdack, Verena Grau, Alfred Schuller, Franziska Stamminger, Brigitte Bachmann, Wolfgang Reif und Martin Preuß.

Das Bäckerhandwerk muss sich gegen Discounter, Lebensmitteleinzelhandel und gegen backende Tankstellen durchsetzen: Das betonte Kreishandwerksmeister Johann Weber bei der Freisprechungsfeier der Bäcker-Innungen Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Schwandorf. Er unterstrich aber auch, dass Bäckergesellen, die nicht nur handwerkliche Fähigkeiten haben, sondern auch betriebswirtschaftlich denken, keine Angst vor der Zukunft haben müssten.

Ein besonderer Beruf

In den Landgasthof Aschenbrenner in Paulsdorf hatten die Innungen zur Freisprechungsfeier ihrer Bäcker und Bäckereifachverkäufer eingeladen. Der Amberger Obermeister Alfred Schuller bezeichnete die Überreichung der Gesellenbriefe als wichtiges Ereignis im Leben der jungen Gesellen. Für den Amberger Bürgermeister Martin Preuß und stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann sind Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen besondere Berufe: Diese würden uns schließlich täglich mit frischem Brot und Backwaren versorgen. Jürgen Reizenstein, 3. Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg, meinte, die jungen Gesellen müssten nun eigenverantwortlich dafür sorgen, dass die hohe Qualität der von ihnen produzierten und angebotenen Lebensmittel erhalten bleibe.

Nach Ansicht von Arnold Kimmerl, dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Schwandorf, repräsentiert dieser Handwerkszweig höchste Qualität mit täglich frischen Waren statt fabrikmäßig produziertem Einheitsbrot. Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Manfred Wurdack fügte hinzu, dass die vielfach angepriesenen Lifestyle-Lebensmittel eigentlich keiner wirklich brauche. Von handwerklich hergestellten Backwaren könne man sich gut ernähren.

Zweimal die Bestnote

Wolfgang Reif, der Berufsbildungs-Bereichsleiter der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, berichtete, dass die Gesellenprüfung allgemein mit guten Ergebnissen abgeschlossen worden sei. An Lukas Hiltner und Dominik Birner, die beide in Theorie und Praxis die Note 1,0 erzielt haben, überreichte er Gutscheine für die Bildungseinrichtungen der Handwerkskammer. Ihre Arbeit in den Bäckereien sei nicht immer einfach, unterstrichen Hiltner und Birner, "aber wir haben unser Ziel erreicht und bedanken uns bei unseren Lehrbetrieben und der Berufsschule".

Info:

Die Prüfungsbesten

Prüfungsbeste Bäcker waren Lukas Hiltner (Damwildhof Karl-Ludwig Hiltner/Fensterbach) und Dominik Birner (Bäckerei Plößl/Nabburg).

Herausragend bei den Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, waren Miriam Schober (Bäckerei Christian Kliegel/Sulzbach-Rosenberg), Verena Grau (Bäckerei Meyer/Amberg) und Franziska Stemminger (Stadtbäcker Schaller/Weiden).

 
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