29.12.2019 - 14:16 Uhr
Paulsdorf bei FreudenbergOberpfalz

Stadtwerke Amberg planen Bau einer Freiflächenphotovoltaikanlage bei Paulsdorf

Der Solarpark soll auf einer 977 Quadratmeter großen Fläche entstehen und die in der Nähe befindlichen Brunnenanlagen mit Eigenstrom versorgen.Die Stadtwerke Amberg planen im Bereich Paulsdorf die Errichtung einer PV-Anlage.

Repro aus Bayern Atlas : In der Nähe der Brunnenanlagen bei Paulsdorf soll eine Freiflächenphotovoltaikanlage der Stadtwerke Amberg entstehen. (hellgrüne Fläche rechts der Nabburger Str. im ersten Drittel des unteren Bildteils)
von Alfred SchornerProfil

Wenn auch noch kein schriftlicher Antrag zur Genehmigung eines Sondergebietes Photovoltaikanlage bei der Gemeinde Freudenberg vorliegt, war es für Bürgermeister Alwin Märkl trotzdem wichtig, die Bevölkerung bei einer Informationsveranstaltung im Gasthaus Aschenbrenner darüber vorzuunterrichten.

Er verwies auf den zurzeit in aller Munde befindlichen Umweltgedanken. Sicherlich gebe es gegenüber positiven Meinungen zur umweltfreundlichen Stromnutzung auch naturschutzrechtliche Bedenken. Ergebnis der Veranstaltung sollte nach Abwägung der Vor- und Nachteile sein, die Stimmungslage bei den Anliegern zu erfahren.

Der beauftragte Planer, der Landschaftsarchitekt und Diplom-Ingenieur (Univ.) Stefan Weidenhammer, versuchte in einer Präsentation eventuell aufkommende Befürchtungen der Anlieger zu entkräften: Demnach sei durch die Installation des fest montierten Systems, bei dem mittels einer Unterkonstruktion die Photovoltaikmodule in einem optimalen Winkel zur Sonne ausgerichtet werden, eine Blendwirkung auf die Ortschaft Paulsdorf ausgeschlossen.

Durch Aufbringen der Module auf Hülsen, einer "Aufständerung", werde eine Versiegelung des Bodens weitgehend umgangen und Platz für seltene Wildkräuter und damit auch Lebensraum für seltene Insektenarten geschaffen. Zur Aufwertung der ökologischen Qualität trage auch der freie Platz zwischen den einzelnen Reihen bei, der benötigt wird, um eine Abschattung einzelner Modulreihen bei niedrigem Sonnenstand entgegenzuwirken. Die vorhandenen Schutzgebiete würden nicht berührt. Und, so Weidenhammer: "Die Erschließung ist gesichert, da die bestehenden Brunnenanlagen bereits eigene Trafostationen aufweisen. Ziel wird es auch sein, die benötigte Ausgleichsfläche von rund 1000 Quadratmeter auf der eigenen Fläche einzubringen."

Wassermeister Thomas Lotter von den Stadtwerken, zuständig für die Wassergewinnung und Speicherung, äußerte sich zum eigentlichen Zweck der Baumaßnahme. Vorrangig sei es, für die Wasserwirtschaft nachhaltigen Eigenstrom zu erzeugen. Die Anlage auf der klar definierten, wie im Lageplan ersichtlichen Grundstücksfläche, werde 725 Kilowatt Peak (KwP) erzeugen. Technische Details bedürften einer weitergehenden Planung.

Am Ende ergänzte Bürgermeister Märkl, dass nach Vorliegen des Bauantrages der Gemeinderat sich damit befassen wird. Außerdem werden, wie bei ähnlichen Vorhaben üblich, bei Start des Verfahrens rund 30 behördliche Stellen und die Meinung Privater mit einbezogen.

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