07.10.2019 - 17:47 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Mit 85 Sachen durch 30er-Zone

Eine Messung in der Hauptstraße in Pechbrunn hatte im August gezeigt, dass zahlreiche Verkehrsteilnehmer deutlich zu schnell unterwegs waren. Die Ergebnisse eines weiteren Einsatzes in der ersten Schulwoche sorgten erneut für Verärgerung.

Nicht nur wegen des Lärmschutzes, sondern auch aus Gründen der Sicherheit gilt in der Pechbrunner Hauptstraße eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
von Werner RoblProfil

Bürgermeister Ernst Neumann berichtete im Gemeinderat, dass die neuerlichen Messungen im Zeitraum vom 9. bis zum 13. September durchgeführt wurden. Festgehalten wurden die Werte von insgesamt 3546 Verkehrsteilnehmern. Mehr als die Hälfte, nämlich 1878 Pkw- und Zweiradfahrer, hatte die zulässige Höchstgeschwindigkeit beachtet. 1668 Fahrer lagen aber darüber. Davon waren 18 Verkehrsteilnehmer sogar mit mehr als 60 km/h unterwegs.

Erneuter Appell

Besonders ärgerte sich der Bürgermeister über den "Spitzenwert" von 85 km/h - dieser lag sogar 10 km/h über dem im August gemessenen Höchstwert. An seiner Verärgerung konnte auch nichts ändern, dass der betreffende Fahrer die Messstelle in den frühen und verkehrsarmen Morgenstunden passiert hat. "Es kann doch nicht sein, dass die Höchstgeschwindigkeit so deutlich überschritten wird", meinte Neumann. Mahnend erinnerte er daran, dass in der Hauptstraße viele Schulkinder unterwegs seien. Wie schon in der September-Sitzung bat er um Beachtung des Tempo-30-Limits: "Ich appelliere an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, in der Hauptstraße vernünftig zu fahren." Laut Neumann wurde das Messgerät wieder abgebaut, um an anderer Stelle in der Verwaltungsgemeinschaft seine Arbeit aufzunehmen. Dass man die Hauptstraße auch weiterhin kritisch im Auge behalten werde, ließ Bürgermeister Neumann außer Zweifel.

28 Teilnehmer

Gemeinsam mit Stefan Heindl (CSU) kümmert sich Isgard Forschepiepe (SPD) um die Belange der Jugend. In Vertretung ihres CSU-Kollegen blickte Forschepiepe auf das Ferienprogramm zurück. Mitgetragen wurde es von fünf Pechbrunner und Groschlattengrüner Vereinen. Rechtzeitig vor dem Ferienbeginn seien die Programme an die Mädchen und Buben verteilt worden. Insgesamt nahmen 28 Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren an den Aktionen teil. Forschepiepe machte deutlich, dass man auch weiterhin deutlich unter dem Spitzenwert von 73 Teilnehmern im Jahr 2002 bleibe. Den Vereinen dankte sie für ihre erneute Unterstützung. Bürgermeister Ernst Neumann versprach, das Thema Ferienprogramm in der nächsten Kartellversammlung aufzugreifen.

Bürgermeister Neumann informierte kurz über den Baufortschritt in der Kläranlage und wies darauf hin, dass die Fußbodenarbeiten in der Grundschule abgeschlossen seien. Eine neue Baustelle wird es am Bahnhof geben. "Die alte Trafoanlage wird abgebaut und vom Bayernwerk durch eine modernere ersetzt", erklärte Neumann.

Als deutlich schleppender als in den Vorjahren bezeichnete der Bürgermeister den Eingang der Wasserzähler-Meldungen. "Wir werden die Säumigen anschreiben", versprach Neumann. Er erinnerte daran, dass die Meldung auch per Internet vorgenommen werden könne.

Das Ferienprogramm 2019 beleuchtete SPD-Gemeinderätin Isgard Forschepiepe.
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