Pechbrunn
06.07.2018 - 12:04 Uhr

Abriss, Appell und Antrag

Gezählt sind die Tage des alten Bahnhofs in Pechbrunn. Im Gemeinderat geht es auch um Beschwerden über Schnellfahrer und erneut um einen Zuschussantrag für eine Ministrantenwallfahrt.

Das Gebäude des alten Bahnhofs in Pechbrunn wird laut einer Mitteilung der Deutschen Bahn abgerissen. Ein genauer Zeitpunkt wurde aber nicht genannt. jr
Das Gebäude des alten Bahnhofs in Pechbrunn wird laut einer Mitteilung der Deutschen Bahn abgerissen. Ein genauer Zeitpunkt wurde aber nicht genannt.

Die interessanteste Nachricht gab es erst am Ende des öffentlichen Teils: „Der alte Bahnhof wird abgerissen“, informierte Bürgermeister Ernst Neumann in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Damit gehört der alte Bahnhof bald der Vergangenheit an“, so Neumann. Wann der Abbruch erfolgt, stehe aber noch nicht fest. Dies sei aus der Nachricht der Deutschen Bahn nicht hervorgegangen.

Beschwerden gab es zuletzt wieder von Anliegern der Werkstraße. Moniert werde laut Bürgermeister Neumann, dass Verkehrsteilnehmer dort zu schnell unterwegs seien, obwohl bereits Tempo 30 gilt. Neumann erinnerte daran, dass die Polizei in der Vergangenheit einen Zebrastreifen zur Erhöhung der Sicherheit von Fußgängern wegen zu niedriger Frequenz schon einmal abgelehnt habe. Jetzt soll in Absprache mit der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich ein Messgerät aufgestellt werden, das die Geschwindigkeit anzeigt.

Zum wiederholten Mal richtete der Bürgermeister einen Appell an die Autofahrer, dort nicht schneller als 30 zu fahren. Allerdings gab der Bürgermeister auch zu bedenken, dass die Polizei schon mal mit der Laserpistole vor Ort gewesen sei und nichts Auffälliges habe feststellen können. Gerhard Flügel (SPD) monierte später in der Sitzung, dass ebenfalls in der Werkstraße Lastwagen beim Beladen ihre Motoren laufen ließen, sogar nachts. Ernst Neumann wusste von der Problematik und will jetzt das Gespräch suchen.

Erneut ein Thema war die im August anstehende Rom-Wallfahrt von acht Pechbrunner Ministranten. Ein Zuschussantrag war in der letzten Sitzung nach einer intensiven Diskussion abgelehnt worden (wir berichteten). Bürgermeister Neumann berichtete, dass sich nach dem Artikel darüber Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu und Kirchenpfleger Reinfried Sußmann im Rathaus gemeldet und darauf hingewiesen hätten, dass der gestellte Antrag nicht von der Kirche, sondern von Eltern der beteiligten Ministranten gekommen sei.

Überprüft wird in der Zeit von 9. bis zum 13. Juli die Standfestigkeit der Grabanlagen auf dem Friedhof. Dazu hat die VG Mitterteich ein Ingenieurbüro aus Pfreimd beauftragt. Bei nicht standfesten Grabmalen werden die zuständigen Eigentümer angeschrieben, mit der Bitte, diese umgehend zu sichern oder zu entfernen. Bürgermeister Neumann gab ferner eine Bitte der Pfarrei weiter: Demnach sollten die Bürger beachten, Grablichter stets fachgerecht zu entsorgen.

Zum weiteren Breitbandausbau teilte Bürgermeister Neumann mit, dass in diesen Tagen Arbeiten in der Haupt- und in der Badstraße beginnen. Neumann hoffte auf einen zügigen Baufortschritt und bat die Bevölkerung um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen. Grünes Licht gab der Gemeinderat für den Antrag zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Pechbrunn.

Nicht zuletzt erkundigte sich Thomas Dehmel (SPD) nach dem aktuellen Stand hinsichtlich der gewünschten Neuausweisung eines Bolzplatzes in Groschlattengrün. 2. Bürgermeister Josef Hollmann machte deutlich, dass der bisherige Standort nicht in Frage komme, weil die Fläche zu abschüssig sei. „Wir sollten etwas anderes suchen“, sagte Hollmann und erntete dafür allgemeine Zustimmung.





In der Werkstraße in Pechbrunn gilt bereits Tempo 30, doch Anwohner beklagen, dass noch immer zu schnell gefahren werde. Jetzt soll ein Messgerät aufgestellt werden. jr
In der Werkstraße in Pechbrunn gilt bereits Tempo 30, doch Anwohner beklagen, dass noch immer zu schnell gefahren werde. Jetzt soll ein Messgerät aufgestellt werden.
 
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